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3 Fragen an: Donots

Donots_Karacho_PREs ist noch gar nicht lange, dass die Donots ihr neues Album „Karacho“ veröffentlichten. Und damit ein ziemlich dickes Ding ablieferten. Ein feines, ein sehr feines Deutschpunk-Album nämlich. Und ein Indierock-Album und natürlich auch ein Pop-Album. Wobei es vor allem der nächste Schritt dieser Band ist, die es wie kaum eine zweite geschafft hat, sich in den letzten Jahren zu entwickeln, zu verbessern und sich damit ihren ganz eigenen Kosmos zu erschaffen. Früher waren sie die „die klingt ja wie“-Band, die typische Vorband, die okayen Jungs von nebenan. Heute und schon seit einiger Zeit sind sie die Donots und nur die Donots. Und mit „Karacho“ ganz besonders.

Eigentlich sollten sie am 27. März in der Großen Freiheit 36 spielen. Doch Schlagzeuger Eike Herwig hat sich – beim Rodeln! – das Knie verletzt, die Tour wurde verschoben. Jetzt spielen die Donots am 23. Oktober in der Freiheit (und wir können am 27. März ganz ohne schlechtes Gewissen ins Knust zur Antilopen Gang …). Schon heute gibt es drei Antworten von Sänger Ingo.

Donots_Karacho_PRWie geht’s Eike?
Ihm geht’s den Umständen entsprechend gut. Er läuft teilweise an Krücken und braucht noch ein paar Wochen, bis seine Knieverletzung wieder verheilt ist. Es ist schade, dass wir jetzt erstmal nicht auf Clubtour gehen können wegen seinem Unfall, aber dann machen wir das halt wie Metallica und fangen ganz großkotzig mit Rock am Ring an, bevor wir die Clubs dann ausgiebig im Herbst beackern.

Wie fühlt man sich als Donot im Jahre 2015?
Besser denn je, denn irgendwie dürfen wir mittlerweile alles. Das ist ein großer Luxus, den wir uns über 20 Jahre erspielt haben. Wenn wir beim nächsten Mal Bock auf ein Polka-Album mit Küchermixer-Solo haben, dann machen wir halt das. Donots müssen schönerweise nix – schon gar nicht dem eigenen Klischee hinterher rennen, wie viele alte Classic Rock Bands. „I don’t wanna grow up“ halt …

Welchen Einfluss hatte Schrappmesser auf „Karacho“?
Ich glaube, Schrappmesser hat mir die ersten Gehversuche in deutscher Sprache schon ein wenig erleichtert, weil da halt alles machbar war – je absurder, desto besser. Da gab es dann nicht sowas wie eine Hemmschwelle, wenn man seine Texte zum ersten Mal öffentlich im Studio vorträgt. Bei Schrappmesser ist darüber hinaus der Ansatz, möglichst rumpelig und unperfekt zu klingen. Zwei Gesangstakes pro Song aufnehmen, den schlechteren nehmen und eben die Perfektion im Unperfekten zu finden. Da gibt es mitunter die besten magischen Momente. Und das ist etwas, dass wir auch mehr denn je mit den Donots beherzigen. Die erste Zeile des Albums „Von jetzt an mach ich nicht mehr mit“ ist beispielsweise eine Demo-Spur, die wir aus der Vorproduktion rübergerettet haben und überhaupt die erste deutsche Donots Zeile überhaupt war.

Interview: Mathias Frank
Das komplette Interview gibt es auf gaesteliste.de


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