Ticket-Hotline: 040-343044 (Theaterkasse Schumacher)

SUCHE  

Zuhause

Tonbandgerät2015_sm„Es gibt besondere Zeiten, die besondere Mittel erfordern. Zeiten, in denen die Stimme und die Unterstützung jedes Einzelnen gefordert ist, um denjenigen, die mit ihrem Hass, ihrer Gewalt und ihrem Stumpfsinn auf sozialen Netzwerken, vor Flüchtlingsheimen und auf den Straßen Morgenluft wittern, die Stirn zu bieten.“.

So beginnt die heute veröffentlichte Presseinfo der Hamburger Band Tonbandgerät. Weiter schreibt die Band: „[…] wir sind eine Popband. Unsere Texte sind nicht explizit politisch und das sollen sie auch nicht sein, weil es genug Bands gibt, die diesen Job deutlich besser machen, als wir es würden. Aber wenn vermeintlich politische Diskussionen sich so hochschaukeln, dass daraus Hass und Menschenverachtung entsteht, ist auch für uns der Zeitpunkt gekommen uns einzuschalten […] Was wir da gerade erleben ist die weltweit größte Flüchtlingskrise seit dem zweiten Weltkrieg. […] Hunderttausende Menschen, die unter unglaublich schweren Umständen, auf der Flucht vor Krieg und lebensunwürdigen Bedingungen, zum Teil unter Einsatz ihres Lebens, den Weg nach Deutschland gefunden haben. Auf der Suche nach einer besseren Zukunft und einem sicheren Zuhause.“

Sicheres Zuhause? Die Realität sieht anders aus: Überfüllte Unterkünfte, chaotische Zustände, kaum Privatsphäre, Isolation und eine fehlende Zukunftsperspektive erschweren den Alltag. Die Hoffnung auf ein neues sicheres Leben ist auf Grund von bürokratischen Hürden, Widerstand in der Bevölkerung und der lähmenden Überforderung von Bund, Ländern und Kommunen gering.

Man merkt deutlich, wie sehr dieses Thema den vier Hamburgern unter den Nägeln brennt und deswegen mussten Taten folgen:

DerGeraet_PlakateDie Band ging deswegen mit 100 Plakaten, Stiften und Farben zur Erstaufnahmestelle in die Schnackenburgallee, sprach mit den Bewohnern darüber, was für sie Zuhause bedeutet und malte mit ihnen Plakate. Damit fuhr die Band nach Hamburg, Berlin, Köln und München und fragte Passanten, entweder die Plakate der Flüchtlinge in die Kamera zu halten oder selbst eine Botschaft an sie zu schreiben.

Das Ergebnis ist ab heute im Clip zu „Ich komm jetzt heim“ zu sehen, einem Song, der „davon handelt schon viel zu lange unterwegs zu sein und dem Wunsch, an einen Ort anzukommen, wo man sich willkommen, geliebt und zuhause fühlt.“

Doch damit nicht genug: Zusätzlich werden Tonbandgerät am 13. Dezember in der Große Freiheit 36 unter dem Motto „Gemeinsam für Flüchtlinge“ ein Benefizkonzert für Flüchtlinge spielen, für das es ab sofort Tickets gibt. Erwartet werden Special Guests, die genau wie die Band selbst, auf ihre Gagen verzichten werden. Die beteiligten Unternehmen FKP Scorpio, Undercover GmbH, U-Need und die Mitarbeiter der Großen Freiheit 36 selbst reduzieren ihre Kosten, soweit möglich und Eventim.de spendet die Vorverkaufsgebühren. Die Plakate aus der Aktion, die im Video zu sehen sind, werden an diesem Abend versteigert, der gesamte Erlös des Abends geht an Pro Asyl.  Tickets gibt es ab sofort, auch bei der Theaterkasse Schumacher. (nsc)



Einen Kommentar schreiben