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Reeperbahn Festival: 6 mal 3 Tipps

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In dieser Woche steht die Stadt wieder unter dem Einfluss des Reeperbahn Festivals. Auch in diesem Jahr bietet das Festival erneut eine immens große Zahl an Künstlern, viele davon Newcomer. Wir haben uns hingesetzt, uns durch die Bands gehört und ein paar ganz persönlichen Tipps niedergeschrieben:

 

Elena Helk (eh):
1) Beim Schlau-hören über Vita Bergen gestolpert und gleich verliebt. Das schwedische Duo macht tollen Pop, bisschen Of Monsters and Men, eine Prise Arcade Fire, jede Menge Schönheit. Eine EP kann man bisher schon hören. Pflichttermin!
2) Federal Lights – ich frage mich immer noch, wieso ich sie nicht schon 2014 auf dem RF gesehen habe. Und nun spielen sie um 16:30 Freitags, Urlaub nehmen für tollen, schlauen Indiepop?
3) Bombay hingegen sind rotziger, hauen auf den Putz, singen im Duett und haben dabei ganz viel Melodie. Klingt spannend und stehen am Donnerstag auf der Bühne des Grünen Jägers!

Juliane Berek (jb):
1) A.O.S.O.O.N. steht für ‚AlotOfSomethingOutOfNothing‘. Könnte man auch „Minimal at its best“ nennen. Damit ist keine elektronische Schublade gemeint, sondern bis auf die Knochen reduzierte Musik, die das Blut pulsieren lässt. Marisa Hylton besitzt eine angreifend schöne Stimme, Manny Folorunso begleitet mit Gitarre, Synthie, Bass. Schon wieder so ein Duo, das abhängig machen kann.
2) Petite Noir: Vor einigen Tagen ist das Debütalbum „La Vie Est Belle/Life Is Beautiful“ des Musikers aus Kapstadt erschienen und das ist der Hammer. Irgendwo zwischen Bloc Party, Theophilus London und fern anklingenden afrikanischen Rhythmen hat Yannick Ilunga ein eigenes Klanguniversum geschaffen, das live sicher ein Erlebnis ist.
3) Seekae: Indie-Elektronik aus dem Umfeld von Flume und Chet Faker. Bei Sounds dieser Art aus Sydney kann eigentlich nichts schiefgehen. Tut es auch nicht: Live zelebriert das Trio Grenzüberschreitungen und experimentiert dann gern mal an den eigenen Stücken.

Nils Schlüter (nsc):
1) Oh Wonder aus London wurden bei uns bereits Anfang des Monats zum Album der Woche gekürt und ich bin sehr gespannt auf den Freitag, wenn Josephine und Anthony ihr Debut im Uebel & Gefährlich vortragen werden.
2) Mein zweiter Tipp ist ein weiteres Duo, Lydmor & Bon Homme: Die sowieso schon Solo sehr tolle dänische Elektro-Pop-Künstlerin Lydmor (bitte checkt ihr famoses Album „Y“ aus, auch wenn es das physisch nur als Import gibt) hat sich mit WhomadeWho-Mitglied Bon Homme zusammengetan und gemeinsam arbeiten die beiden nun an ihrem ersten gemeinsamen Album. Die Vorab-Single „Things we do for love“ verspricht viel und steht in den deutschen Campus Charts aktuell auf Platz Acht!
3) Coely begeisterte uns bereits auf dem letztjährigen Dockville Festival mit ihrer ganzen Darbietung: Die Frau kann rappen, singen, tanzen und ihre Ausstrahlung überstrahlt das alles noch um ein vielfaches. Wer noch mehr Tipps von mir hören mag, findet hier eine kleine Playlist.

 Mathias Frank (mf):
1) Eigentlich sollten Lapko schon im Mai im Headcrash spielen. Das Konzert wurde abgesagt. Aber hey, besser spät als nie, jetzt feiern wir den düster-poppigen Alternative Rock der Finnen und die neuen Songs ihres „Freedom“-Albums eben im Grünen Jäger. Wer die Band schon mal – zum Beispiel als grandiosen Support vom Disco Ensemble – live gesehen hat weiß, dass das eines DER Highlights des Reeperbahn Festivals werden wird.
2) Erst Gallows, dann Pure Love, jetzt  Frank Carter & The Rattlesnakes – alles ziemlich super. Und heute auch wieder herrlich lärmig. Frank Carter besinnt sich 2015 auf seine frühen Zeiten und bolzt wieder feinsten Köpfchen-Hardcore. Ohne dabei wie früher zu klingen ...
3) No Devotion bestehen aus Geoff Rickly, Jamie Oliver, Lee Gaze, Mike Lewis und Stuart Richardson und damit aus dem ehemaligen Thursday-Sänger und der früheren Lostprophets-Mannschaft. Am 25. September kommt das Debütalbum „Permanence“, mit  „Permanent Sunlight“ und „Addition“ darf schon mal ins Album reingehört werden. Muss reingehört werden, muss man sich auch live anschauen!

René Biernath (rb):
1) Impalay Ray. Unvergleichlich schön. Feinster Bayfolk, der einfach überall funktioniert: Am See, an der Felswand, im Meer und auch auf dem Reeperbahnfestival. Es wird gschmeidig.
2) Für die psychedelische Nummer zwischendurch einfach mal Desert Mountain Tribe ein Ohr leihen. London meets Reeperbahn.
3) Als dritten Ganoven im Bunde unbedingt mit John Monday feiern. Hamburgs Durchstarter des Jahres. Let’s get to Rock ‚N‘ Roll again!

Tatjana Köhne (tk):
1) Der eigentliche Songwriter aus Kanada Christopher Smith scharrte mal eben ein paar Musiker um sich herum und dream-prog-rockte eine EP zusammen, die sich hören und sehen lassen kann. Die Band nennt sich Dralms, groovy, dann wieder dreamy-poppig, klingt gut. Wird sich zeigen wie das live in Angie’s Nightclub am Donnerstag Abend ist. Wer das nicht schafft, kann zur Not am 9. Dezember ins Molotow kommen.
2) Evi Vine tritt passenderweise in der Hasenschaukel auf, die für ihre besonderen und leisen Konzerte bekannt ist. Ein bisschen düster wird es sein, am Samstag in der Silbersackstraße, aber schön-düster.
3) Torres Torres, Torres, Torres, aus Nashville, endlich auch in Hamburg, das wurde Zeit. Soviel sweetness im Schmerz der Texte, und ihre Stimme mit der Gitarre tanzt und tobt. Am Samstag Abend zum krönenden Abschluss im Knust zu empfehlen. (tk)




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