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Alles für die Katz‘

Kaetzchenfleisch - coverOk, DER Claim geht schon mal klar: „Have a rice day“ versucht erst gar nicht unter dem Radar der Wortspielhölle abzutauchen sondern glüht mittendrin. Der Asiate und seine Opfergabe „Kätzchenfleisch“ legen auch mal vorsichtshalber den Stempel „Comedy“ als Filter über ihre eingetüteten Hip-Hop-Klischees.

Ihr müsst daher auch gar nicht glauben, dass die Koordinaten „ficken“, „Fotze“ all zu große Geduldsforderungen an den geneigten Hörer stellen. Für das Booklet allerdings entschied man sich dann doch, die Texte einfach mal ausfallen zu lassen. Vorher wächst Der Asiate erstmal in Bautzen auf, findet ganz offensichtlich ein paar softe, einheimische Rap-Skills aus den späten Neunzigern im Plattenschrank und bläst die bereits erwähnten Klischees mit einem Volumen auf, das höchstens Mario Barth, gekreuzt mit einem siamesischen Katzenvieh, noch zu toppen imstande wäre.

Wer im Laufe des Albums dabei Helene gleich neben Cro findet, zwischen „Bart“ und „Bademeister“ unterscheiden kann und so nachsichtig ist, dass „Kätzchenfleisch“ zwischen den reichlich blutig ausgeweideten Innereien trotzdem noch die Balance politisch inkorrekter Unterhaltung ohne Kollateralschäden schafft, besucht das Schlitzauge am 21. November im Kleinen Donner. Extrapunkte für den Tourauftakt in Freiburgs Club „Schmitz Katze“, im Hannoveraner „Lux“ und ganz sicherlich nicht zuletzt auch dem Leipziger „Täubchenthal“ zum großen Finale. (kel)


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