Ticket-Hotline: 040-343044 (Theaterkasse Schumacher)

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How toll, how spektakulär, how makellos

Ich muss gestehen, dass ich prinzipiell kein Fan bin von Konzept-Künstlern. Mir gefällt es, wenn auf der Bühne improvisiert wird, der Sound teilweise nicht stimmt und die Lichtshow an eine Schülerdisco erinnert. In meinen Augen steckt die Menschlichkeit und die Wahrhaftigkeit von Live-Musik in diesen kleinen Fehlern. Auf der anderen Seite gibt es ein paar wenige Konzept-Künstler, die einfach so makellos sind, dass man sich zeitweise nicht sicher ist, ob es sich bei der Performance um ein durchgetaktetes Konzept handelt oder man gerade Zeuge von musiklaischer Perfektion wird. Zu diesen Künstlern zählt für mich auch Florence Leontine Mary Welch aus Großbritannien. Seit 2009 bereichert sie die verschiedensten Facetten der Pop-Musik, wie kaum eine Andere. Egal, ob mit ihrem Projekt Florence + The Machine oder als Gaststimme bei elektronischen Produktionen, Florence weiß zu überzeugen.

Seit ihrem Debüt-Album „Lungs“ ist Florence Welch einfach nicht mehr wegzudenken. Ihre Alben steigen, mit beeindruckender Regelmäßigkeit, auf Platz 1 der britischen Charts ein und wenn sie gerade mal nicht an dem nächsten Album arbeitet, dann bereichert ihre „Gänsehaut-Stimme“ mal eben den aktuellsten EDM-Hit. Bei Künstlern, wie Florence Welch, fragt man sich stetig: Was soll jetzt noch kommen? Diese Frage erübrigt sich, in ihrem Fall, mit jeder neuen Veröffentlichung, denn die Britin schafft es immer wieder, mit ihrer Musik neue Wege zu gehen und ihre Stimme neu einzusetzen.

Dieser Beitrag soll keine Lobrede auf Florence Welch werden, aber es fällt verdammt schwer, vor dieser Künstlerin nicht den digitalen Hut zu ziehen. Am 14. Dezember kommen Florence + The Machine in die Barclaycard Arena, um das aktuelle Studioalbum „How Big, How Blue, How Beautiful“ vorzustellen. Mit dabei sind die Post-Rock-Boys von den Palma Violets. Karten gibt es u.A. bei der Theaterkasse Schumacher zu erstehen. (hw)


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