von BrückenAm Ende ging dann doch alles sehr schnell. Im Frühjahr 12014 verließ Nicholas Müller Jupiter Jones, im Oktober 2015 veröffentlichte er mit “Weit weg von fertig” das erste Album seiner neuen Band von Brücken.

Zu rechnen war nicht damit, schließlich litt der gute Mann an Angststörungen, konnte nicht mehr auftreten, nichts sprach für eine neue Band. Jetzt aber gibt es sie, bestehend aus Nicholas und Tobi Schmitz. Wir alles wissen das und wir alle freuen uns. Und wer das nicht wusste oder mehr wissen möchte, liest mal was Müller dazu postete:

“Tobi und ich sind Freunde seit einer gefühlten Ewigkeit, ebenso lange haben wir auch schon Musik zusammen gemacht, sind des Nächtens in Realschulaulen geschlichen und haben dort Peter Gabriel-Coverversionen aufgenommen (Beweis: Siehe Youtube „Secret World cover“) und unterm Strich sind wir sowieso Brothers from different Mothers.
Ach, was erzähle ich so lange?! Hauen wir’s raus: Tobi und ich haben ein gemeinsames musikalisches Baby aus der Taufe gehoben und es ‚von Brücken‘ getauft. Und mein lieber Scholli, fühlt sich das gut an! Wie es dazu kam?

Als ich im letzten Jahr meinen Dienst quittiert und gefühlt meinen Traum begraben habe, war mein Leben ein einziges Fragezeichen. Als letzte Konstante, neben meiner Familie, blieben die Musik und vor allem die Texte. Damit aufgehört habe ich nie. Das ist ja das Schöne daran: Egal, ob man seine Ideen gleich für ein Album oder eigentlich nur für das eigene Archiv verfasst, um den Moment einzufangen, sie bleiben immer gleich wichtig und auch die alte Lady Angst konnte das nicht verhindern. Im Laufe der Monate wurde mir dann aber klar, dass ich wieder dieses Gefühl haben wollte, das ich über so viele Jahre genossen und dann leider mit Jupiter Jones irgendwann nicht mehr gespürt habe.

Ich habe es ja schon ausführlich erklärt: Angst + Zweifel + Sinnsuche = Ende. Ich konnte nicht sagen ob und wann ich wieder zurückkommen werde und somit musste schweren Herzens ein Strich unter die Sache gezogen werden. Das war meine Entscheidung und ich war mir der Tragweite bewusst. Umso glücklicher bin ich zu sehen, dass es bei den Kollegen von JJ weitergeht. Nachdem ich viel Energie in meine Gesundung investierte, mich mit allem auseinandergesetzt hatte und endlich wieder Land in Sicht war, habe ich den lieben Tobi angerufen, weil er derjenige war, mit dem ich mir einen Neustart vorstellen konnte. Wir haben uns getroffen, gleich am ersten Tag einen Song geschrieben und als ich ihn eingesungen habe, hatte ich Freudenpipi in den Augen. Da war es wieder. Über die letzten Monate haben wir viele solcher Songs geschrieben, haben Freunde angerufen, die meisterlich an ihren Instrumenten hantieren und naja, was soll ich sagen?”

Am 10. Februar spielen im von Brücken Mojo Club. Und das ist einfach gut, einfach schön. Schön, dass er wieder da ist, dieser so sympathische Nicholas Müller. (mf)

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