dirty-nil-high-powerWas zur Hölle ist denn das? Wer ist das und was soll das? Sicher ist nur: Album der Woche, keine Diskussion. Weil The Dirty Nil hier all das machen, wofür wir Musik so lieben. Sie fallen auf und aus der Reihe, sie spielen Altes, machen es besser und damit Neues, sie reißen mit und das machen sie mit Leidenschaft, sie machen Spaß und sie beschäftigen, sie nerven und werden trotzdem nicht langweilig, sie zeigen uns den Mittelfinger, lachen uns an und aus, treten uns und umarmen uns. Und nach 26 Minuten sitzt man da und überlegt, was das wohl gerade war.

The Dirty Nil kommen aus Kanada und seit Billy Talent ist keine Band mehr mit solchem dicken fetten BÄÄÄM aus Kanada aufgetaucht. Wobei die Band keine ganz neue ist. Man musiziert schon seit 2006 zusammen, damals allerdings noch im High School-Alter, man brachte auch schon Singles, unter anderem auf Fat Wreck, raus und machte letztes Jahr mit dem Song “No Weaknesses” massiv auf sich aufmerksam. Unter anderem auch uns.

Jetzt gibt es das Album zum Song. Das Album der Woche zum Song. Das Wahnsinns-Album. “Higher Power”, elf Lieder zwischen Weezer, Punkrock, Hardcore, Noise und Indiepop, jedes anders, aber jedes typisch. Wild, böse, direkt und atemberaubend, dreckig, mitreißend, besonders. Übertreiben wir? Nö.

Denn welchen Song man sich auch vorknöpft. Es ist ein guter. Ob das stampfende “Zombie Eyed” oder das träge Grunge-Monument “Wrestle Yü To Hüsker Dü” direkt danach, ob das doppelt angepisste “Lowlives” oder das verhältnismäßig straight-punkige “Violent Hands”, ob die Oberhymne “Friends In The Sky” oder die Nirvana-Verneigung “Bruto Bloody Bruto”, ob das musikalisch verträumte “Bury Me At The Rodeo” oder die Aggro-Walze “Fugue State”- jeder Song ist super. Jeder! Wahnsinn. (mf)

Share.

Leave A Reply

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.