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Dusk till Dawn

Marissa_Nadler_Strangers_Ich schwöre: Ohne das “Strangers”-Album-Cover wahrgenommen zu haben stiegen schon dunkle Stoffe im Nebel auf vor meinem geistigen Auge. Gleich mit “Divers Of The Dust”, dem Dosenöffner auf Marissa Nadlers “Strangers”. Kennt ihr noch “The Fog”, den Carpenter-Schockbuster zwischen Hafenklippen von unter der Bettdecke? Lief immer im Dritten, als es gefühlt nur zwei Fernsehsender gab. Plus DDR 1. “Strangers” bewegt sich ähnlich langsam wie viele Alpträume kurz vor dem ersten wachen Moment. Vielleicht dabei auch über einige, nicht nur surreale, Grenzen hinweg.

Hinter der schwebenden Songwriterin, die mit “All The Colours Of The Dark”, an Nummer Fünf platziert, den verwelthitlichten Nukleus der Platte platziert, steckt auch wieder Randall Dunn (Black Maountain, Sunn O, Earth). Ganz im Vordergrund dagegen diese Stimme aus dem Kühlschrank der Geschichte, für die man einmal mehr Kate Bush als Referenz nennen kann, aber nicht muss. Dass die geheimnisumwitterte Marissa Nadler mit ihrer aktuellen Show ausgrechnet die MS Stubnitz für den 7. Juni als Wallfahrtsort wählt, hat nicht wenig Witz angesichts meiner ersten Assoziationen. Bessere Orte als der Bauch eines Schiffes und seine visuelle Kälte finden sich für “Strangers” nur schwerlich. (kel)