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3 Fragen an: Odeville

Odeville Seit 10 Jahre schreiben die Jungs von Odeville Bandgeschichte. Damals waren sie noch mit englischen Texten unterwegs, seit einiger Zeit haben sie aber zur Muttersprache gewechselt. Im Januar diesen Jahres erschien ihr viertes Album „Phoenix“.

Ein großartiges Album, welches nicht nur tanzbar, sondern auch geprägt von purer Leidenschaft ist, die auch dem Hörer nicht entgeht. Zwischen Stimmungswechseln und intensivsten Gefühlen, lassen sie den Hörer selbst die Musik erleben.

Kostprobe gefällig? Am 13. August sind sie auf dem Junge Stereopark Festival in Lübeck mit Ingo Pohlmann live zu erleben. Auf ihrer musikalischen Reise haben Odeville sich mit der Vielfalt ihrer Musik fast schon ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen und wir haben nachgefragt warum das eigentlich so ist.

10 Jahre. 4 Alben. Doch wer ist eigentlich Odeville?

Martin: Odeville sind nicht nur wir fünf Musiker, sondern mittlerweile ein Kollektiv aus internationalen Künstlern jedweder Richtung, die uns mit ihren Arbeiten und Visionen unterstützen und ergänzen.

Hauke: Es sind aber auch die Leute, die uns das Bier aus dem Backstage wegsaufen. Wie z.B. unser Management.

Martin: Oder Jan Dobert…

Eure Musik ist geprägt von Stimmungswechseln und unverwechselbarer Intensität. Wen wollt ihr mit eurer Musik erreichen und was wollt ihr bei den Hörern auslösen?

Martin: Wir wollen bei den Hörern, im besten Falle, das komplette Spektrum an Gefühlen auslösen. Das kann sowohl Trauer, Wut, Verzweiflung, aber auch Hoffnung und Versöhnung sein. Daher wechseln unsere Songs auch zwischen Härte und leichter Kost.

Hauke: Leichte Kost?

Martin: Ja, so Mohrrüben in Joghurt!

Hauke: Als Künstler hat man, meiner Meinung nach, auch immer die Aufgabe, den Zeitgeist in seine Arbeit einfließen zulassen. Man kann sich aussuchen, ob man ihn nur dokumentiert oder beeinflussen will.

Martin: Mir geht es nicht nur darum die Missstände aufzuzeigen, sondern auch Lösungsvorschläge anzubieten, wie man die Situation verbessern kann.

Hauke: Wie Bono?

Martin: Ja, nur ohne Geld!

Hauke: Ich finde es geil, dass es in dieser lauten und unruhigen Zeit so viele Projekte von Subkulturen gibt, die Menschen Hoffnung geben und einen geschützten Raum zum Durchatmen schaffen. Wenn wir es schaffen einen Menschen zu inspirieren, der dann im Guten aktiv wird, haben wir unserer Meinung nach alles richtig gemacht.

Odeville PhoenixZwischen euren Alben „I am Tourist“, „Heimat“, „Helion“ und „Phoenix“ liegen gefühlt Welten. Die Alben sind so unterschiedlich, dass es schwer fällt euren Musikstil zu definieren. Wie wichtig sind euch diese Unterschiede und wie sind diese begründet?

Hauke: Eben diese zehn Jahre.

Martin: Der Wandel war ja auch kein Masterplan, sondern hat sich durch die Veränderungen, die ein jeder von uns oder unsere Gesellschaft erfahren hat, ergeben.

Hauke: Ich war früher viel wütender auf mich selbst.

Martin: Und ich noch nicht dabei.

Hauke: Durch genau diese Veränderungen haben wir jetzt die Chance noch mehr Leute anzusprechen. Ich habe Bock durch die Gegend zu springen und mit den Leuten in der Menge zu feiern. Das war mir vor Phoenix so nicht möglich. Wir lieben es auch uns auf der Bühne nicht allzu Ernst zu nehmen, legen aber großen Wert darauf, dass die Songs darunter nicht leiden.

Martin: Albern und ernsthaft zugleich geht eben doch.

Odeville live auf dem Junge Stereopark Festival am 13. August in Lübeck. Tickets für das Festival bekommt ihr bei der Theaterkasse Schumacher.

Interview: Tanja Kilian

 


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