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Album der Woche: Kobito

kobito-fuer-einen-moment-perfekt2010. Es war mein erster Hans. Audiolith-Chef Lars Lewerenz zertrümmerte auf der Bühne seinen Preis und ich dachte nur: “Was ein Spacken”. Es wirkte lächerlich, ich hab’s nicht kapiert und fand sein Label von da an doof. Passender Weise wurde Audiolith an diesem Abend als „Hamburger Label des Jahres” ausgezeichnet. Mit dem Hans. Den der Chef nicht wollte. Und mit der Axt zerstörte.

2016. Alles ist anders. Audiolith? Alter, was ein grandioses Label. Neonschwarz. Frittenbude. Feine Sahne Fischfilet. Tubbe. Egotronic. Und so weiter, und so fort. Große Künstler, allesamt intelligente, engagierte, motivierte, kreative Musiker, kein Mist dabei, keine Normalität. Mehr Punk geht nicht.

Ebenfalls dabei: Kobito. Zeckenrapper, Kopfmensch, guter Typ. Heute kommt sein neues Album “Für einen Moment perfekt” und das hat eine Menge zu bieten. Persönliche Texte, schöne Worte, sarkastische Seitenhiebe (“Schlechter Scherz”) und politische Sachen wie natürlich “The Walking Deutsch” oder auch “Alles in Bewegung” (“In den Flüssen wandern Steine, doch wir fürchten alles Neue, jeder schützt das Seine“):

Verpackt ist das ganze mal in feine Old School-Tracks, mal in moderneres Zeug (“Fluch der Akribik”), in dunkle Töne (“About Blank“) oder auch mal Poppiges (“100.000 Kilometer”), niemals aber in normale 08/15-Sachen. Audiolith-Style also … und verdammt, immer ziemlich großartig. Muss man gar kein Hardcore-Hip-Hopper für sein … (mf)

PS: Live gibt’s Kobito schon morgen in der Hanseplatte und dann am 16. Dezember im Molotow.