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Lichterfelde

light-falls-artworkSieben Minuten „Light Falls“-Mantra erinnern erst noch ein bisschen an die akustische Lichterkette „Tower Of Strength“. The Mission damals in ihrer kurzen, verdammt guten Zeit. Wrekmeister Harmonies aka JR Robinson plus Gäste aus dem Godspeed You! Black Emperor-Hochkarat (Thierry Amar am Bass und Kontrabass, Sophie Trudeau am Piano) nehmen mit dem Intro eine lange, ausholende Bewegung irgendwo unter Deck in einem dicken, metallischen Bauch.

So ungefähr wird man sich den Abend auf der MS Stubnitz ausdenken können am 8. Dezember. Dass hier mitnichten von Harmonien im herkömmlichen Umfang die Sprache ist, leuchtet spätestens nach zehn Albumminuten ein. Wenn „Light Falls“ bedächtig beginnt, eine verdammich tief gelegte Lärmkulisse zu kreieren, die Beklemmungen, eine rostige Reling und dunkles Wasser assoziieren lässt, wenn nicht gerade kurzzeitig akustische Ebbe herrscht.

„Light Falls“ nimmt bei alledem Referenz bei einem dunklen Gedicht des Buches „If This Is A Man“ von Primo Levi. Dieser beschreibt die Erfahrungen des italienisch-jüdischen Schriftstellers während seiner Zeit als Gefangener in Ausschwitz von 1944 bis zu seiner Befreiung im Jahr 1945. Klingt nach hartem, Geduld einforderndem Stoff? Ist es auch. (kel)