Ticket-Hotline: 040-343044 (Theaterkasse Schumacher)

SUCHE  

Galopper des Jahres: 1990

Fury In The Slaughterhouse Albumcover Jau!Wie kommen wir denn jetzt auf Fury in the Slaughterhouse? Ach, das ist ganz einfach. So lange wir nicht über „Time To Wonder“ sprechen müssen. Oder „Won’t Forget These Days“. Denn: Fury in the Slaughterhouse aus Hannover versteckten ihre wirklich guten Songs schon immer ein bisschen. Insbesondere auf den frühen Alben. „Drug Addicted To The Jailhouse“ hat 1990 mehr Dampf unter dem Kessel von „Jau!“ als Andi Brehme beim Elfer in Rom. Bonuspunkte für den dämlichen Albumtitel übrigens.

„No Illusions“ schleicht sich, trotz Männerchor, aus den schlimmen Hörgewohnheiten der gerade vergangenen Achtziger in ein helleres, besseres Jahrzehnt und „One Good Reason“ hat schon ein paar Schritte weiter auf dem Kettenkarussell platzgenommen. Geil auch, dass die FITS sich trauen, die heilige Stones-Hürde „The Last Time“ im Sprung zu nehmen (und sie doch ein bisschen arg kaputtzuspielen). Oder mit „French Funk“ einen unterkühlten Wochenend-Ausflug zu unternehmen, der das Album spätestens jetzt als heterogenen Genremix mit viel zu viel Hall geißelt. Na und? „Don’t Dig In My Potatoes“ mit Mundharmonika-Solo gerät am Ende vollends außer Kontrolle und „As Time Goes By“ fängt sogar ein bisschen den unbeschwerten Spaß der frühen Tage ein. Zwölf Punkte für alle, die beim späten Hidden Track alle fremden Titel und Impulse im „Mixed Up“-Mesh-Up erraten. Am 14. und 15. Juli 2017 im Stadtpark. concert-news präsentiert. (kel)


Einen Kommentar schreiben