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3 (+1) Fragen an: Panicburg City

panicburgcityZu hören? Gibt’s noch nichts. Zu sehen? Auch nicht wirklich viel. Aber das wird sich bald ändern. Und Dienstag (15. November) geht es los. Dann spielen Panicburg City ihren ersten Gig, sie supporten unsere Album-der-Woche-Macher Goodbye Fairground in der Kieler Schaubude.

Panicburg City stammen aus Kiel und Hamburg und bestehen aus ehemaligen Muckern von Taucher, Dead Day Rising, Desperados und Armstrong. Im kommenden Jahr geht’s mit Ulf Nagel (Smoke Blow) ins Studio, hier und jetzt gibt’s die ersten vier Antworten von Sänger Ingo.

Es gibt noch nichts von euch zu hören. Wie klingen Panicburg City also?
Für Bandmitglieder selbst immer eine der schwersten Fragen. Man ist doch zumeist zu tief drin im Schaffensprozess, um stilistisch genaue Einordungen hinzukriegen. Aber okay, ein Song wie „Falling out of the Sky“ etwa ist ein eigentlich unmöglicher Mix aus The Cult zu Love-Zeiten und einstigen Indie-Helden wie The Van Pelt oder Hüsker Dü. „Off Shelter“ ist dagegen eine Hardcore-Salve zwischen AC4 und Circle Jerks. Und bei „No Stone Unturned“…Moment, zuviel sollte ich lieber nicht verraten. Aber das ist schon ‚n ziemlicher Hit.

Was dürfen wir live erwarten? Nur eigenes Zeug oder auch Songs eurer früheren Bands?
Als wir uns im März nach einer Handvoll Mails zu irgendwas zwischen Blind Date und Jam Session in Kiel getroffen haben, hatten wir uns jeder für sich unter anderem auf „Sound of the Wire“ vorbereitet, ein alter Armstrong-Klassiker vom ersten Album „The Other Half“. Das war nicht nur emotional ein dickes Ding, den mal wieder zu spielen, das Teil entwickelte zudem aus dem Stand auch wieder ein Eigenleben. Wir zurrten die Band dann ja sehr schnell fest und der Song blieb ganz selbstverständlich im Set. Ergo…den gibt es live zu hören, mit „(Years ago on the) Seaside“ zudem noch einen Evergreen aus dem Hause Dead Day Rising.

Ihr habt tatsächlich schon Shirts gedruckt. Größenwahn, Humor oder gehört das heute einfach dazu?

Ich finde das eigentlich völlig normal, dass man ziemlich fix auch was zum Anziehen oder zum Anstecken von einer Band parat hat. Vielleicht gehe ich da ein bisschen sehr von mir aus. Ich habe mir nach dem ersten Hören eines Kvelertak-Songs vor einigen Jahren sofort ein T-Shirt gezogen, ein paar Tage später noch eins. Zur Musik gehört für mich auch immer was Haptisches. T-Shirts, Buttons – raus damit in die Welt. Mir geht es bei anderen Bands so, und für das eigene Gefühl als Musiker ist das Ganze ein zusätzlicher Aspekt des Realisieren, des Greifbar-machens. Na ja, klingt vielleicht auch ein bisschen verschwurbelt. Rocknroll und Band-T-Shirt gehören jedenfalls zusammen. Und bei dem Logo, dass der wunderbare Ingo Fischer, der u.a. für den Look vom Visions-Magazin zuständig ist und auch schon für Armstrongs „When We Were Kings“ am Start war, da gezaubert hat, wäre es eine Sünde, das nicht ratzfatz auf tragbare Textilie zu drucken.

Wie wohl fühlt ihr euch als Band in Hamburg bzw. in Kiel, was würdet ihr gerne ändern und was findet ihr so richtig toll? Und: Was kann Hamburg von Kiel lernen und was Kiel von Hamburg?
Das mit dem voneinander Lernen überlasse ich gern jedem Einzelnen, obwohl halt – so etwas wie das Reeperbahnfestival auf Kiel übertragen, wäre schon eine schicke Sache. Klar, es gibt die Kieler Woche, aber da ist das Musikprogramm halt immer auch zwischen Poffertjes, Backfisch und Roger Chapman eingebettet, ohne das jetzt kleinreden zu wollen. Wir werden sicher auch im nächsten Sommer dort irgendwo auflaufen. Aber ein musikgetriebenes Festival von und für die Clubkultur der Stadt hätte was. Davon abgesehen fühlen wir uns als Städtemix aus Kiel und Hamburg wohl. Ich kenne es seit langen Jahren eh nicht anders. Ein Standbein in jeweils einer Stadt kann nur von Vorteil sein. Klar gibt es die Fahrerei, aber auch das ist, siehe oben, reine Gewöhnungssache. Live-Premiere in Hamburg ist auch nur noch eine Frage der Zeit. Im Januar sind wir bei Ulf Nagel im Demolition-Room eingebucht und nehmen unsere erste E.P. auf, danach wird Hamburg zerrockt.

Interview: Mathias Frank


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