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Hitalia

al_bano_romina_power-sharazan_sJa, „Sharazan“ klingt im Field Recordings-Versuch der ersten zehn Sekunden wellenförmig ein bisschen nach Frank Farians „Rivers Of Babylon“-Intro. Dann betreten gleichzeitig nacheinander „da Bambino“ und „la Bambina“ das Parkett. Ja, füreinander da. Ja, auch für immer. Ja, gerade beim Friseur gewesen, wieso? Ja, die Rehaugen sind echt. Wie kann nur so viel Paar im Überfluss auf eine Single (sic!) passen? Willkommen im Circus Sharazani.

1981 ist das alles und allen vollkommen egal.  Auch wenn, vergleichsweise zur heutigen Ära, nur wenige relevante Radiostationen existieren: Mit hoher Wahrscheinlichkeit findest du „Sharazan“ während der Sendersuche nach nur wenigen Umdrehungen.

Und sonst so? Albano Carrisi (1943) und Romina Power (1951) geben eine solche perfide Inszenierung, die sich eigentlich nur Vico Torriani, Dieter Thomas Heck oder ein Sturm der Liebe-Autor der Neuzeit hätten noch dramatischer ausmalen können. Denn ABRP finden mitnichten in der Musikpresse statt. Dafür in der Gala, Bunte und sämtlichen Großformaten mit kleinem Inhalt. Dass das überbordende Drama von Italiens Gnaden bis heute trotz aller privaten Irrwege noch immer die vermeintlich heile Welt der frühen Achtziger transportiert, ist Geschichtswerk aus Absurdistan. An meiner ehrlichen Faszination für völlig drüber den Dingen verhandelte Märchen ändert das alles trotzdem nichts. 7. Januar 2017 – Sporthalle Hamburg. (kel)


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