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Diamantenstadl

Neil Diamond50 Jahre auf der Bühne sind mal ein Pfund. Und dann kommt neulich 2014 das letzte reguläre Album „Melody Road“ nicht nur ein bisschen melancholisch um die Ecke, sondern ganz schön doll. Und wickelt mich seinerzeit mit großen Hollywood-Gefühlen schon ein bisschen um den kleinen Finger. Ob Neil Diamond bereits sehr viele Jahre jene Glitzerjacken-US-Kunstfigur ist, die der richtig erwachsene David Hasselhoff klammheimlich gerne wäre? However. „Do I Wanna Be Yours“ konkurriert mit vielen ganz großen und sehr klebrigen Erste-Welt-Schmerzen dieses Planeten, „Marry Me Now“ tanzt auf Knien und gibt im wahrsten Wortsinn eine Hitparade ab. Und früher so?  Zum Beispiel 1976?

Wer das Phänomen Neil Diamond begreifen will, hört beispielsweise mal auf Spotify in das Intro zur Sydney-Show hinein und folgt den Dingen, die danach so passieren. Zum Beispiel bei „Song, Sung Blue“, das trotz miserabler Bootleg-Qualität noch Reste von Gänsehaut verursacht. Nur um direkt danach einen Sprung nach 1993 in die „Live In America“-Tour zu unternehmen. What a Pathos, welch ein übelriechender Schmonz. Aber auch: „What a Beautiful Noise“ im schmerzbefreitesten Arrangement ever. Weißte Bescheid? Also: Dem Manne kann und muss per endloser Huldigung geholfen werden: Am 26. September in der Barclaycard Arena. (kel)