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Joyride

Joy Denalane 8 ©EvaBaales Universal MusicFast sechs Jahre mussten Fans auf ein neues Album von Joy Denalane warten. Anfang März hatte das Warten nun ein Ende, „Gleisdreieck“ fand den Weg in die Geschäfte – und enttäuscht nicht. Nein, es gefällt, es ist schön, es ist schön, es zu hören. Wobei nicht alles schön ist, wovon sie singt.

Es geht um die Liebe, die klappt („Wir müssen gar nichts sagen,es sind zwei verschiedene Sprachen, doch ich kann dich verstehen“, aus „Venus & Mars“), aber auch um die Liebe, die nicht klappt („Ich steh vor dir, komm nicht mehr an dich ran. Und du siehst durch mich durch, als wär ich längst vergangen“ aus „Hologramm“), es geht um schlechte Zeiten („Ich hab nur mit ihm geredet und doch hat es dich gekränkt, obwohl du’s besser wissen solltest, weil du mich besser kennst. Es war harmlos, du weißt doch, wie so was passieren kann“, aus „Wieder gut“), es geht um Politik, Rassismus, Familie und Berlin, das Leben und den Tod und ganz viel um sie selbst. Denn die Themen werden immer wieder in sehr persönliche Geschichten erzählt, in Geschichten mit ganz viel „du“ und ganz viel „ich“.

Verpackt ist das Ganze in feinen Soul, ehrlichen RnB und sanften Pop, angereichert mit moderner Elektronik (Stichtwort: Autontune, Beispiel: „Hologramm“) und stimmigen Hip Hop-Elementen (und bei „Zuhause“ sogar mit Singer/Songwriter-Tönen), als Gäste sind Ahzumjot und Megaloh dabei, Ehemann Max Herre half beim Songwriting. Und der nimmt sie auch mit auf Tour. Denn neben ihrer eigenen Show am 25. April im Docks wird Joy Denalane auch mit Freundeskreis nach Hamburg kommen und am 9. und 10. September im Stadtpark auftreten. (mf)