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Neues von der Bordsteinbar

Weggefährten Cover - PohlmannAuf ein Bier, morgens um 4 Uhr, mit dem Captain und seiner Sonnenbrille in der Nacht. Feucht fröhlich kann nicht nur aus dem Alltag befreien, sondern zu so einigen kuriosen Begegnungen führen.

Der König der Bordsteinbar kann auf so einige zurück blicken. Mit seinem neuen Album „Weggefährten widmet er sich zwar der Liebe, aber aus einem ganz anderen Winkel, Kitsch hat hier nix verloren. Pohlmann stolpert, hofft und ringt zwar um die Liebe, allerdings gewitzt und mit einem Rucksack voll Zuversicht. Seine Songs lassen erahnen, wie tief manch einer seiner Stürze war.

Zwischen viel zu tiefen Blicken in die Flasche und seinem Spaß am Leben, erzählt er von seinen „Weggefährten„. Die durchzechten Nächte haben es oft in sich, traf er damals einen Mörder an der Hotelbar, durch den sein Mördersong entstand, steht jetzt die Polizei neben ihm, die ihn vor dem Haus seiner Freundin abführen möchte. Pohlmann nimmt es locker „Wenn´s passt, wird´s immer etwas knapp“. 

Der unverkennbare Stil stellt klar, dieses Album kann nur das Neue von Pohlmann sein. Eines fehlt allerdings, die gewohnte Monotonie, die sonst eher seine Gelassenheit verkörpert. Sein fünftes Album hingegen schlägt gewagtere Töne an, die sogar etwas ernster klingen, als gewohnt. Eine Achterbahn von Höhen und Tiefen, ganz dem Leben getreu. Bodenständiger als sonst,  dreht er mit uns zusammen seine Achterbahnrunden durch seinen absurden Alltag.

Ein alter Bekannter hat es auch ein zweites Mal auf die Platte geschafft. „Geplatzer Knoten“, eine Art Lebenshymne, die unter die Haut geht und das Album in sich gut umfasst. Pohlmanns Leben ist gezeichnet vom Chaos des Lebens, doch „Das ganze große Chaos macht nur zwei Sekunden Sinn, immer wenn ich mich wunder was für ein Wunderkind wir sind„…

Wer sich eine Packung Zuversicht abholen will, sei der Weg in die Fabrik am 13.05.2017 gegönnt. (tki)



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