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Chor des Monats: April 2017

Die Konzerte im April waren so bunt, abwechslungsreich und vielseitig wie das Wetter. Wir schauen zurück:

*** Anohni (2.4., Elbphilarmonie) Ein Konzert exklusiv für die Elbphilarmonie entworfen mit einer Künstlerin, die man nur selten zu sehen bekommt. Anohni zusammen mit dem Ensemble yMusic und einem Pianisten bei großartiger Akustik. Für manche, die nur das neue Wahrzeichen von innen sehen wollten, mag es zu speziell gewesen sein, doch für alle anderen war es etwas ganz Besonderes. Pathetisch, sicherlich. Mitreißend, absolut. Gekünstelt, vielleicht ein bisschen. Insgesamt aber so berührend, dass die Dame neben mir bei der Zugabe gar Tränen in den Augen hatte. Ein Konzert, dass ich so schnell nicht vergessen werde. (eh) *** Christiane Rösinger und Band (4.4., Ue&G) Kein Brimborium, keine Vorband, ganz klassisch das Publikum warten lassen und los. Nach einem Rockkonzert würde hier wohl stehen, es wurde richtig abgeliefert. Im Fall von Christiane Rösinger passt das ebenso. Die Frau hat solo mit neuer Band (Ja, Panik und Die Heiterkeit-Mitglieder) nicht weniger Pfeffer als zu früheren Britta oder Lassie Singers Zeiten auf der Bühne. Ihre Lyrik war schon immer eine der besten, und alle so: Ich will Lieder, die nichts bedeuten, ich kann mir doch nicht jedes Jahr das Herz rausreissen. Sehr sehr guter Konzertabend. (tk)

Otago | Foto: Doreen Reichmann*** Max Mutzke (11.4., Elbphilarmonie) Er war gut drauf („Ihr dürft hier alles machen. Nur nicht aufstehen …“), böse („Auch in Schwaben spricht man über die Elbphilarmonie. Seit vielen Jahren schon.“) und nicht alleine. Zusammen mit der NDR Radiophilharmonie gab es die Maxen Songs im angepassten Gewand, dazwischen „Creep“ von Radiohead (ziemlich großartig!) oder „Me And Mrs. Jones“ und am Ende überaus kurzweilige Show. War gut. (mf) *** Otago (11.4., Uebel & Gefährlich) Hannes Wittmer alias Spaceman Spiff hat ein neues Bandprojekt – benannt nach einem Ort in Neuseeland. Er singt auf englisch und die Songs sind etwas experimenteller, aber immer noch eingängig. Ein schönes Konzert, nur etws besser besucht sein hätte es können, tat der gemütlichen Stimmung aber keine Abbruch. (dr) *** Cigarettes After Sex (12.4., Knust) Dreamy, dark, sweet and hypnotising. Ganz wunderbares Konzert im Sinne der genannten Adjektive. Das neue Album gab es schon zum Hören, im Juni wird es endlich zu erstehen sein. Hypnotisierte Konzertgänger hinterlassen. Danke. (tk) *** Tiger Lou (13.4., Knust) Record Store Day-Warm-up Konzert mit Sauropod (überraschend gut!) und Tiger Lou. So sehr die Schweden bei ihrem letzten Konzert in Hamburg beim Reeperbahnfestival leider enttäuschten, umso toller war es dieses Mal: Wie ein Best-of aller Hits spielten Tiger Lou mehr Altes als Neues voller Spielfreude und zur Begeisterung des Publikums. „Horatio“ als Zugabe war das Sahnehäubchen auf einem sowieso schon nahezu perfekten Konzert. (eh)

Japandroids | Foto: Doreen Reichmann*** Japandroids (19.4., Uebel & Gefährlich) Leider sprang der Funke an dem Abend nicht über bei mir. Besonders auffällig war die nur durchschnittliche Stimme des Schlagzeugers. Bei einer nur 2-köpfigen Band, wo sowohl Gitarrist als auch der Schlagzeuger singen, fällt dies schon arg ins Gewicht. Die pogende Meute störte das nicht und feierte sowohl die alten als auch die neuen Songs. (dr) *** Hello Piedpiper und Stefan Honig (24.4. Prinzenbar) Der Kopf der Band Honig im Vorprogramm von Kumpel Fabio alias Hello Piedpiper in der hübschen Prinzenbar – schön war’s und neue Songs gab’s auch obendrauf. Hello Piedpiper stellte mit seiner Band vor allem sein neues Album vor, teils auch mit Unterstützung von Hello Piedpiper | Foto: Doreen ReichmannStefan Honig, wie soll es auch anders sein. Sympathische Jungs und ein schöner Abend im wohl schönsten Club Hamburgs (dr).

*** Helgi Jónsson (26.4., Thalia Theater) Der Isländer mit seinen traurigen Songs im Theater – könnte langweilig werden, war die begründete Befürchtung. Doch es kam ganz anders: Dank Schlagzeug, Bass und (E-)Gitarre in Ergänzung zu gewohntem Klavier und Posaune wurde ein tolles Set aus (leider) vorwiegend neuen Stücken geboten und die hörbar zahlreichen Bewunderer von Tina Dico kamen dank Zugabe auch nicht zu kurz. Und wohl noch nie hat sich ein erkälteter Künstler so ausgelassen darüber gefreut, dass er nach dem Naseputzen am Ende tatsächlich wieder etwas Hören konnte… Gute Laune steht dir und deiner Musik, Helgi! (eh) *** Strike Anywhere (26.4., Hafenklang) Ausverkaufter Laden, pure Euphorie vor der Bühne (mit bis zu drei, vier Surfern auf einmal …), ein Flummi auf der Bühne und Hits, Hits, Hits. Grandioser Abend, danke Strike Anywhere! (mf) *** Einar Stray Orchestra (27.4., Nochtwache) Nicht nur der Platz des Publikums war begrenzt in der Nochtwache, sondern auch der der Band. Doch das hat dem Ganzen keinen Abbruch getan: Es war das Abschlusskonzert von Einar Stray Orchestra und man sah ihnen die Spielfreude bis zur letzten Note an. Es gab viele neue Lieder, doch auch ein paar alte Perlen und wie immer war man ganz  begeistert ob der Komplexität der Songs – diese Band hat viel mehr Aufmerksamkeit verdient. (eh)



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