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BDMKM Vol 19: Kavrila

kavrilaJunge, Junge. Junge! Ganz schön finster, was die Jungs von Kavrila da spielen. Düster, doomig, brutal, böse, hart und – toll. Und so toll, dass sie die nächste Band sind, die man kennen muss. BDMKM. Die Nummer 18 bereits.

Frisch draußen ist die 4-Song-EP „Rituals I„, die man sich hier anhören kann. Am 28. Mai spielen sie in der Bar 227. Hier geben sie gesammelt Antworten. Oder wie einer von ihnen sagt: „Von Kavrila. Namen sind uninteressant.“

Wer seid ihr, wie lange gibt es euch und wieso spielt ihr das, was ihr spielt?
Wir sind vier Jungs aus Hamburg, die sich Anfang 2016 Kavrila genannt haben, um aus reiner Freude an negativer und scheißseeliger Musik eine EP zu schreiben, die erstmal auf vieles scheißt und uns als Musiker und Hörer fordert.

Was muss man sonst über euch wissen und Fans welcher anderer Bands können sich das Weiterlesen jetzt sparen?
Wer Bock auf menschliche und musikalische Abgründe hat und auf Gefahr steht, braucht nicht weghören und darf weiterlesen. Wem das nicht zusagt, könnte die EP trotzdem gefallen – jeder hat was zu verbergen.

Wie bekommt man so schnell eine erste EP an den Start?
Es gab schon etwas länger eine grobe Skizze des Sounds. Etwas später wurden dann die fehlenden Zutaten, Zufälle und Menschen gefunden, die Kavrila umsetzen konnten.

Und wie kommt man auf die Idee, eine Kassette zu machen?
Weil Kassette die Lösung ist – für all deine Probleme …

Habt ihr die Presse bezahlt oder seid ihr wirklich so gut?
Frag doch mal die Presse. Sind wir gut? Vielleicht.

Das größte Kompliment, das man euch machen könnte lautet wie?
Ein Typ kam nach einer Show völlig erschöpft auf mich zu, hat mich umarmt und ein sehr erleichterndes „Danke…“ aus sich rausgepresst. Das war groß.

Kavrila live – was dürfen wir erwarten?
Da musst du mal die Leute fragen, die uns schon gesehen haben. Ich selber kann das auf der Bühne schlecht bewerten. Ist ein ziemliches Chaos glaub ich.

Wie wichtig ist Freundschaft für euch und eure Band?
Wir mögen uns genug, um eine Band zu gründen. Warst du früher in einer Bande, wo du jemanden nicht als Freund bezeichnet hast? Ich nicht. Gründet Bands und Banden Leute, dann ist der Rest nur noch halb so schlimm. Freundschaft ist fundamental.

Was muss man tun, um aus der Band zu fliegen?
Da gibt es keine Limits. Only death is real.

Stellt Euch vor, beim nächsten Auftritt spielt ein berühmter Musiker einen eurer Songs zusammen mit euch auf der Bühne. Wer wäre es und für welchen Song?
Zusammenspielen ist schwierig. Es wäre aber geil wenn George Carlin noch leben würde. Den würden wir dann als Ansager einstellen.

Welches Rock’n’Roll Klischee wollt ihr unbedingt noch erfüllen (bevor ihr an eurer Kotze nach einer Überdosis erstickt)?
Da gibt’s nichts zu erfüllen. Von solchen Fastfood-Wahrheiten halten wir nichts, haha.

Wie soll es jetzt mit euch weitergehen? Was sind eure Ziele?
Wir haben keine Ziele, nur Ideen. Ob die dann klappen, gucken wir mal. Im Mai spielen wir ein paar Konzerte und neue Songs sind auch fertig aufgenommen. Da wurden auf jeden Fall schon ein paar gute Ideen umgesetzt.

Interview: Mathias Frank


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