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Süßer die Glocken.

Lambert_AlbumStell‘ dir vor es ist Untergang und einer hört zwölf kleine Kompositionen lang hin. Zum Beispiel Lambert. Zunächst aber mal das Artwork. Seht ihr ja. Und es wird nicht besser im Sinne von beruhigender, klappt man das „Sweet Apocalypse“-Cover der Berliner Künstlerin Moki erstmal auf. Vater und Sohn sahen schon sicherlich deutlich bessere, angstfreiere und weniger bedrohte Tage. Was zu tun ist? Wo niemand mehr einen restlichen Funken Melancholie zu vermuten sich traut, packt Lambert das präfinal traurige Gemüt am Klavier mit nur wenigen künstlichen Elektronika-Zutaten.

Zerstörung? Teufel bewahre. „Sweet Apocalypse“ eine latente Zuckerigkeit zu unterstellen, ginge sicherlich viel zu weit. Doch diese mäandernde Dystrophie ist überzogen von einer feinen Glasur die nach und nach in der Hölle gefriert. Und weniger pathetisch? Masken-Lambert geht auch als pure Romantik durch, spart man sich den oben beschriebenen Kontext. Sucht euch eure Begleitung also im Zweifelsfall gut aus beim Besuch der Konzerte am 18. Mai im Resonanzraum und/oder am 23. Dezember in der Elbphilharmonie (Großer Saal). (kel)




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