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Nullsummenspiel

Kätn Peng_Cover_Das Nullte KapitelKäpt‘n Peng und die Tentakel fließen gerade kurz vor Veröffentlichung des zweiten Albums „Das Nullte Kapitel“ wie eine Rappelkiste durch Ohren und Foren. Etwa so: „Der ist mir zu schaut mal, schaut mal, schaut mal wie schlau ich das hier mache! Voll smart, ne? Ne?“. Noch einen? Bitte: „Musik für Lappen, die meinen, dass Hip-Hop sonst nur für Asis gemacht wird und sich gerne mal zu Freundeskreis und Max Herre einen keulen.“. Einen abgeputzten Mund später bleibt festzustellen: Käpt‘n Peng und die Tentakel und „Das nullte Kapitel“ sind knorrig, speziell, verdammt prätentiös, latent streitsüchtig, surreal und füllen oft ein Worte-Vakuum aus, das zwischen Höhe Kneipentresen und dem Parkettboden darunter laviert.

Manchmal vielleicht sogar landet das Gefühl beim Durchhören auf rutschigem Kopfsteinpflaster draußen vor der Tür. Nur ist das wirklich außer hip auch hop? Vollkommen egal. Im Hause Peng werden die Texte halt so eng gezurrt, dass zwar noch ausreichend Luft zur Interpretation bleibt. Insgeheim lässt sich „Das Nullte Kapitel“ auf seiner ganzen Stunde Länge aber auch als mit dem Spanngurt verpackter Lyrik-Klotz verstehen, der angenehm rücksichtslos in deinen Alltag implementiert sein möchte. Oder zitieren wir doch einfach das künstlerische Kollektiv mal selbst: „Das Peng gebar sich selbst im Dichterdarm des Wörterwals“. Ein weiteres ganz prächtiges Gas(t)geschenk: Käpt‘n Peng und die Tentakel| Mehr! Theater | 19. Mai. (kel)




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