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Welträume

Kante_ZweilichtIn Minute Fünf von „Best Of Both Worlds“ schlägt die Sonne auf den Planeten Erde. Es ist verdammt viel Klarinette, es ist auch Januar und der Plattenveröffentlichungstermin von „Zweilicht“ markiert den Beginn eines Jahres, in dem später zwei markante Türme in einer riesigen trockenen Staubwolke verschwinden werden. Kante aus Hamburg und Berlin scheren sich derweil einen feuchten Dreck um die Länge ihrer Lieder.  Ich erinnere mich, wie seltsam es sich anfühlte, einen solchen Überfluss an tollen Melodien zu erleben, fein ineinander verwoben und vielleicht noch vom frischen Morgentau benetzt. Zwischendurch subsummiert „Die Summe der einzelnen Teile“ das weirde Geschehen und lässt kaum Zweifel aufkommen, dass hier ein Klassiker grüßt.

Am 14. Juni begegnen dieselben Kante unter anderem wieder (doch nicht nur) ihrem fantastischen Frühwerk. Eingeladen von der Hamburger Camerata in die Laeiszhalle. Auf dem Programm stehen unter dem Motto und unter der Leitung von Jan Dvořák „Die Beste aller Welten“ folgende Aufführungen: Paul Dessau – Musik für 15 Streichinstrumente | Kante – Paul Dessaus szenische Musik zu Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“, Einrichtung für Popband | Steve Reich – Triple Quartett for Strings | Arvo Pärt – Cantus in Memoriam Benjamin Britten | Kante – Theatermusik | Jan Dvorak – „Best of Both Worlds“, Konzert für Rockband und Kammerorchester, Auftragswerk der Hamburger Camerata (2009). Muss man sehen. (kel)


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