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Alben der Woche: Kreator

Kreator 4Waren es letzte Woche Jazz und Beats und Nils Wülker, gibt es diese Woche ordentlich auf’s Maul. Und direkt mal vier Alben der Woche. Vier Klassiker. Denn Kreator veröffentlichen heute „Endless Pain“, von 1985, „Pleasure To Kill“ von 1986, „Terrible Certainty“ von 1987 und „Extreme Aggression“ von 1989 noch mal neu. Mit überarbeitetem Artwork, mit Bonus-Material und umfangreichen Liner Notes von Mille Petrozza. Thrash Metal deluxe. Alter! Muss man haben, bekommt ihr unter anderem bei Finest Vinyl.

Das Motto von damals gilt bis heute. „Endless Pain“. Und bis heute ist dieses Album und sind auch die anderen drei Alben unfasslich gut und so etwas wie ein Maßstab in Sachen Thrash und Metal. Denn meine Güte, was sind das für Klassiker, was sind das bis heute Killer-Songs. Was alleine das Debüt für Monster enthält. „Total Death“ und natürlich „Flag Of Hate“, der Titelsong, „Tormentor“ oder „Bonebreaker“, fiese, brutale, ultraschnelle Nackenbrecher, Mille so naiv wie wild, hemmungslos und böse. Festlich, wirklich wahr. Als Bonus gibt es hier die sechs ulkige Frühzeit-Demos „Blitzkrieg“ und „End Of The World Demo“, frisch und schräg aus dem Proberaum und kurz vor albern (wenn man sich zum Beispiel „Satan’s Day“ anhört).

Nur ein Jahr nach „Endless Pain“ veröffentlichten Kreator auf „Pleasure To Kill“ die nächste Rutsche Thrash-Hymnen. „Ripping Corpse“ zum Beispiel, das fast schon gesprochene „Death Is Your Savior“ oder natürlich der Titeltrack. Bis heute: ein Meisterwerk, hier und heute um die „Flag Of Hate“-EP ergänzt. Auf „Terrible Certainty“ dann machten Kreator die nächsten Schritte, hier und da wurde das Tempo gedrosselt, Themen wie die Umweltverschmutzung hielten Einzug und mit „Lambs To The Slaughter“ gab es auch ein Cover der britischen Heavy-Metal-Band Raven. Neben der „Out Of The Dark…Into The Light“ EP gibt’s als Bonus sechs Live-Aufnahmen von 1988,unter anderem „Flag Of Hate“, „Awakening Of The Gods“ und „Love Us Or Hate Us“.
Gleich 14 Live-Songs (aufgenommen 1990 in Ost-Berlin) gibt’s als Bonus zu „Extreme Aggression“ und damit das vielleicht beste Material obendrauf. Weil Kreator live noch mal eine andere Hausnummer sind und sie hier mächtig mächtig mächtig abliefern, ganz schön wüst, ganz schön euphorisch und durch die Zeit. Historisch wertvoll? Ja. Alle vier Scheiben, diese Show ganz besonders. (mf)




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