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„Die Welt braucht Zwanie“

4.1.2Spätestens als meine Freundin das dritte Mal fragte: „Was ist das noch mal Schönes?“, als Zwanie JonsonSongs in meiner Zufalls-Schleife erklangen, reifte in mir ein Gedanke: „Die Welt braucht Zwanie!“. Wie zart, unaufgesetzt, berührend und lässig ein Schlagzeuger auch kann, überraschte neben viel zu wenigen anderen Menschen auch Stefan Kozalla aka DJ Koze. Das alles geschah bereits vor über zehn Jahren im Januar 2007. Jetzt erscheint gerade das neue Album „Eleven Songs For A Girl“, faktisch aufgenommen in Jonsons Hamburger Studio. Gefühlt aber sitzt der ewige Tourschlagzeuger (The Sunsets, Disjam, Die Fantastischen Vier, Veranda Music, Fink, Wolf Maahn, Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen, Pascal Finkenauer, Helen Schneider, Fettes Brot) direkt über der Sofaritze neben dir, statt im bequemeren, aber unnötigen Mindestabstand.

Denn: Zwanie Jonson drängt sich auf seinen elf Liedern nicht ein einzige mal unangenehm auf. Dabei hat „Eleven Songs For A Girl“ seinen ultimativen Siedepunkt ziemlich exakt in der Mitte: „Be My Girl Tonight“ schaukelt sich, dich und dich in blaue Wolken und zurück. Apropos: Das hier streut Morgenlicht und gießt Nachtschattengewächse, kann Barmusik und Rührei zum Frühstück. Auch vegan. Easy Listening unter einem Druckventil, jeden Beat mit gebotener Achtsamkeit verwendet. „Für mich ist Zwanie ein waschechter Mystiker, wie George Harrison. Sein Thema ist L.O.V.E., aber mehr so kosmisch.“, schloss Kozalla seinerzeit. Dem ist nichts weiter hinzuzufügen außer: „Eleven Songs For A Girl“. (kel)


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