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3 Fragen an: The Prosecution

The_Prosecution_1_2017_honorarfrei_(C)_The_ProsecutionAm  vergangenen Freitag erschien „The Unfollowing“, das überragend gute neue Album der wundervollen Ska-Punk-Helden The Prosecution. Ein Album, auf dem es auf der einen Seite etwas sanftere Sachen wie die beiden vorab veröffentlichten Songs „Where We Belong“ und „My Silent Phone And Me“ gibt, auf der anderen Seite aber auch kraftvolle Arschtreter wie das grandiose „The State Of Hate“ oder das wackel-wippende „Waiting For You.“ Alles da, alles gut, bitte kaufen, bitte tanzen.

Aber: Für die Birne gibt’s Texte zum Zuhören. Sänger Simon sagt uns, worum es auf dem Album geht: „Das Weltgeschehen, die Kriege, die Flüchtlinge die aufs Mittelmeer hinausgetrieben werden, weil die Zustände ihres Lebensmittelpunktes lebensgefährlich sind. Die weltweite soziale Ungerechtigkeit, die Zerstörung und Verpestung des Planeten auf dem wir Leben. Das sind alles Themen, die man mit Nachhause nimmt, die einen beschäftigen. Man schreibt sich den Frust und die Wut von der Seele. Neu ist, dass wir auch persönlichere Dinge ansprechen, wie beispielsweise Liebe und Freundschaft. Es ist nicht alles scheiße auf der Welt. Deshalb sollte man auch die positiven Seiten des Lebens betrachten, auch wenn das manchmal schwer ist.

Am 1. Oktober spielen The Prosecution im Hafenklang. Wir haben ihnen drei weitere Fragen gestellt.

Ihr seid bis Ende des Jahres nahezu komplett auf Tour. Wie hält man das durch und wie motiviert man sich jeden Abend auf’s Neue?
Viel Selbstkontrolle. Früher sind wir nach jedem Gig noch in die Kneipe gegangen, die am längsten offen hatte. Unmöglich, wenn du am nächsten Tag fit sein willst. Zum einen kannst du die Leistung nicht mehr erbringen und zum anderen, macht das auch keinen Spaß, wenn du verkatert auf der Bühne stehst und dein Kreislauf im Eimer ist. Aber da braucht es eigentlich nicht viel Motivation. Man freut sich auf die Bühne und darauf die Plattform zu haben, seine Songs spielen zu können.

Was ist das Beste daran, mit The Prosecution unterwegs zu sein? Und was ist das Schlimmste?
Das Beste daran ist, dass man unglaublich viele Menschen kennenlernt. Über die Jahre konnte man viele neue Freundschaften schließen, zu denen man auch privat Kontakt hat und hält. Aber auch die Situation, dass man nicht weiß wo man letztendlich hinfährt, wie die Stimmung ist, wer dort sein wird, ist immer sehr spannend. Das schlimmste sind definitiv die langen Fahrten. Man verbringt einen viel größeren Teil auf der Autobahn als auf der Bühne. Die ist man dann auch mal gereizt und schlecht drauf.

Ihr seid schon mit einigen Großen getourt und gespielt, wer fehlt? Mit wem würdet ihr gerne mal?
Mit den großartigen The Mighty Mighty Bosstones.

Interview: Mathias Frank

Das komplette Interview gibt es auf gaesteliste.de, ältere  The Prosecution-Interviews aus concert-news.de gibt es hier und hier.




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