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Reload Festival 2017

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Dieses Jahr endet die Festival-Saison im Norden am 25. und 26. August in Sulingen auf dem Reload Festival, ein mit Platz für zirka 10.000 Besucher sehr überschaubares und kuscheliges Festival. Doch trotz der doch geringen Größe konnte man in den letzten Jahren Bands  wie z.B. Airbourne, Papa Roach, Five Finger Death Punch, Dropkick Murphys und Parkway Drive verpflichten. Und auch in diesem Jahr haben sie es wieder geschafft, eine gute Mischung aus großen und kleinen Bands zu verpflichten.

Schon alleine die WarmUp Party hat mit First Blood, Rogers und While She Sleeps ein beachtliches Lineup, zudem werden Locals wie die absolut sehenswerten As We Arise berücksichtigt, die schon letztes Jahr als Local Opener am Samstag zu Gast waren. Und das Hauptprogramm? Schon stark, wir schauen mal drauf.

August Burns Red, die mit Ihrer aktuellen „Messengers“-Tour den Norden vernachlässigten, spielen dafür nach dem Elbriot auch das Reload FestivalLeider jedoch nicht die komplette „Messengers“. Aber wir können uns auf Songs wie „Identity“ freuen, der sicher nicht ohne Grund 2015 für den Grammy in der Kategorie beste Metal Performance nominiert war. Und da wir ABR dieses Jahr schon ein paar mal live erleben durften, können wir verraten, dass sie mit ziemlicher Sicherheit auch den einen oder anderen neuen Song präsentieren werden.

Abgelöst werden August Burns Red von Anti-Flag mit ihren neuem Album “American Fall”. Die erste veröffentlichte Single “American Attraction“ macht auf jeden Fall schon mal Bock drauf. Danach werden Terror Hardcore-Kracher wie „Keepers of the Faith“ und Songs von Ihrer neuen EP „The Wall Will Fall“ anstimmen, ehe sich Skindred die Ehre geben und ihre Mischung aus Reggae, Punk und Alternative Metal präsentieren.

Den ersten Headliner des ersten Abends machen Bullet For My Valentine. Über die kann man sagen was man will, nicht jedoch, dass sie sich in den letzten Jahren hängen gelassen haben oder gar ruhiger geworden sind. Sollte man sich nicht entgehen lassen. Den zweiten Headliner Slot besetzen an dem Freitag Life of Agony um Mina Caputo, die mit Ihren neuen Album „A Place Where There’s No More Pain” unterwegs sind. Das erste Album seit 2005. Und live immer eine Macht. Immer.

Den Abschluss des ersten Tages machen Heaven Shall Burn. Die wohlmöglich beste deutsche Metalcore-Band. Wir haben sie nicht nur gerade in Wacken schon gesehen, sondern hatten auch die Möglichkeit ein paar Fragen in Richtung Christian Bass (Drums) zu feuern. Das Ergebnis gibt es demnächst hier zu lesen. Eines können wir euch aber schon verraten: Im September wird es spannend und man kann sich auf eine Ankündigung freuen. Bis es so weit, ist freuen wir uns auf Heaven Shall Burn im richtigen Zeitslot, denn diese bombastische Show gehört einfach in die Dunkelheit und nicht ans Tageslicht! Außerdem ist es diesen Sommer die letzte Festival Show von Heaven Shall Burn. Warum also nicht gemeinsam die Festival Saison beenden?

Der zweite Tag wird dann weniger Hardcore-lastig. Aber nicht minder spannend. The Charm The Fury aus den Niederlanden sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Eigentlich waren sie schon für Freitag geplant, der Spielplan musste jedoch noch mal angepasst werden und sie spielen nun am Samstag (mal wieder) direkt vor Bury Tomorrow, wo sie auch schon Vorband waren als diese das letzte mal im Logo spielten. Dort und auch als Aftershow Act von Slipknot in Amsterdam konnten sie absolut überzeugen. Jetzt sind sie mit Ihrer neuen Platte „The Sick, Dump and Happy“ unterwegs. Und „eröffnen“ wieder Bury Tomorrow. Und auch wenn man die Anfang des Jahres im Logo oder am letzten Wochenende auf dem Elbriot gesehen hat, sollte man sie dennoch auf keinen Fall verpassen. Sie werden wie immer hart abliefern und sich danach den Fans für Fotos widmen. Denn von diesen ganzen VIP-Upgrade-Quatsch für ein Foto oder mal Hand schütteln halten sie ja bekanntlich nix und suchen auch die Fan-Nähe. Gut so!

Als Massendefekt das letzte mal in Hamburg waren, musste man schnell sein, denn die Show war sehr schnell ausverkauft. Auf dem Reload Festival hat man somit doch nochmal die Möglichkeit, sie live zu sehen ohne, auf die nächste Headliner Show zu warten. Und wir finden: Es lohnt sich auf jeden Fall! Abgelöst werden diese dann durch Knorkator. Ja Knorkator. Wie soll man die eigentlich einstufen? Quatsch Metal? Wir würden sagen irgendwo zwischen Quatsch, Metal, etwas Nacktheit und jede Menge Spaß. Mit Whitechapel geht es dann erstmal wieder in Richtung Deathcore. Hört sich erstmal brutal an, so schlimm ist es aber nun auch schon wieder nicht. Wir haben Sie letztes Wochenende ebenfalls auf dem Elbriot erleben dürfen und haben es alles andere als bereut. Nicht ohne Grund haben sie es 2016 mit Ihrer Platte „Mark of the Blade“ in die Deutschen Charts auf Platz 16 geschafft. Danach geht es dann weiter mit etwas Metalcore, genauer gesagt mit Caliban und damit auch einer der größten deutschen Bands aus dem Genre. Ihr Rammstein-Cover von „Sonne“ werden sie wohl sicher nicht nochmal spielen, dennoch kann man sich auf eine soliden Show freuen.

Als erster Headliner für den Abend steht Jasta auf der Bühne und damit geht es wieder in Richtung Hardcore. Aber wer ist eigentlich dieser Jasta? Kein anderer als Jamey Jasta, seines Zeichen Frontman der Hardcore-Kombo Hatebreed. Sein Debut-Album hat im Metal Hammer 8 von 10 Sternen bekommen, hier gibt er sich eher ungewöhnlich melodisch, aber auf jeden Fall Sehenswert. Abgelöst wird Jamie dann durch Trivium. Aber wo soll man Trivium eigentlich einstufen? Sie haben in der Vergangenheit ziemlich viel experimentiert. Von Heavy Metal über Thrash Metal, Metalcore, Groove Metal und Melodic Death Metal war schon alles dabei. Und das mit einem durchweg positiven Ergebnis. Wir freuen uns auf Songs wie “In Waves”, “Strife” und “Until The World Goes Cold”.

reload17_ro_1408Zum Abschluss auf der Main Stage erheben die Melodic Death-Wikinger Amon Amarth die Trinkhörner, auch wenn diese nicht wirklich auf dem Festival-Gelände erlaubt sind. Der eine oder andere wird sich wohl erstmal so etwas denken wie “oh Amon Amarth, mal wieder!”. Und hat damit auch nicht gerade unrecht, jedoch wissen wir ja aus Erfahrung, dass sie es dennoch jedes mal schaffen, zu überzeugen. Und wer danach noch genug Kräfte hat und sich mal selber am Mikro versuchen will, der kann das Festival Wochenende an genau diesen, bei einer Runde Live Karaoke, im Tent Stage machen. Keine Angst, die Band hilft aus wenn man selber zu schwach ist. Auch hier ist der Spaß vorprogrammiert. (ds)

 


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