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3 Reeperbahn Fragen an: Love A

LoveA_Bandfoto1_by_AndreasHornoffWir können ja viel labern. Haben wir auch und werden wir noch. Über das Reeperbahn Festival (20. bis 23. September), die Bands, das Alles so. Jetzt lassen wir mal einen zu Wort kommen, der direkt betroffen ist, der sich das Ganze antut, der es besucht, der hier selber spielt. Jörkk Mechenbier, Sänger von Love A.

Viele Bands bis spät in die Nacht, viel Fachpublikum, ein riesiges Event, großer Hype und am Ende sehen ganz viele Besucher nicht die Bands, die sie eigentlich sehen wollten – wie sind deine Erfahrungen und deine Meinungen als Besucher zum  Reeperbahn Festival?
Ich finde es toll, in der Stadt zu leben, die eines der schönsten und größten Festivals dieser Art beheimatet, und mag die Menschen, die dahinter stehen – also zumindest die, die ich privat kenne und die, mit denen ich beruflich bei finestvinyl.de und als Musiker einer teilnehmenden Band zu tun habe. Ansonsten ist es natürlich so, dass du für die kleinste Location in der Stadt zigtausende Tickets verkaufst und verschiedene Menschen dann natürlich Pech haben können, wenn sie zu spät kommen oder sich Shows zeitlich überschneiden. Aber das ist nun mal so bei dieser Art Festivals, bei denen die Spielstätten sich in Größe und Beschaffenheit stark unterscheiden und in der ganzen Stadt verteilt sind.

Was war dein bisher bester  Reeperbahn Festival-Moment und was dein schlimmster?
Wir haben ausschließlich gute Erfahrungen gemacht. Aber ich zum Beispiel hatte mir auch nur beim ersten Mal noch Bands angeschaut und bin durch die Stadt geirrt. Das habe ich danach nicht mehr, weil ich nach den Auftritten doch recht fertig war – und lieber im Backstage auf das verbliebene Bier aufgepasst habe.

Und wie findet man als Musiker das  Reeperbahn Festival? Ist tatsächlich etwas Besonderes hier zu spielen oder doch „nur ein Festival“?
Ich – und ich denke der Rest der Band auch – bin da eher unaufgeregt, was den „besonderen Charme“ angeht. Beim ersten Mal war das schon eine große Ehre, dass wir als vollkommener Nobody angefragt wurden. Beim zweiten Mal habe ich mich schon gefragt, ob die da trinken oder kiffen, beim Booking, wenn die uns Heinis nochmal buchen… Aber schön war es da auch. Und „where the Beatles played first“ – also im Indra zu spielen, war dann für einen kleinen Musik-Fan schon auch nochmal ein Bonbon, aber wie gesagt: Wir sind alle zu lange dabei, um da dann wirklich zu weinen vor Glück.

Love A spielen  Samstag um 21:10 Uhr in der Großen Freiheit 36 (alle Termine und so gibt’s auf  der Website sowie in der Festival-eigenen App) und damit nicht zu früh, nicht zu spät, im großen Club. Das klingt nach einem Premium-Spot oder? „Die Grosse Freiheit 36 allerdings ist schon wieder so ein Ding! Da habe ich Respekt vor. Das Ding machen viel „größere“ Bands als wir voll – aber das RF wird sich schon was dabei gedacht haben, uns da zur besten Sendezeit hinzubuchen. Aber nach unserem ausverkauften Konzert im Uebel & gefaehrlich waren sie wahrscheinlich davon überzeugt, dass wir in Hamburg als Band durchaus gut funktionieren. Also ja – sehr zufrieden mit dem Slot und dem Spot! Danke, Reeperbahnfestival! Wir freuen uns drauf!“ Und wir: auch.

Interview: Mathias Frank


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