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Album der Woche: Hot Water Music

HOT_WATER_MUSIC__LIGHT_IT_UP_ALBUMCOVEREs war im August 2002, als Hot Water Music kurz vor der Veröffentlichung ihres Albums „Caution“ in der Markthalle spielten. Ich kannte die Band nur so ein  bisschen, mochte das, was ich gehört hatte. Und ging einfach mal so zur Show. Und wurde hier zum Fan, entdeckte die Liebe, liebe diese Band bis heute. Dabei waren sie, wenn man so liest, was man damals geschrieben hatte, gar nicht so sensationell: „Nicht immer einfach, selten langweilig, aber (fast) immer interessant.“

Und trotzdem änderte sich einiges. Ich hörte die alten Platten, dann die neue, entdecke die Schönheit von Hot Water Music, das Besondere, diese Einzigartigkeit. Immer wieder sah ich sie live, immer wieder freute ich mich unfasslich auf ein neues Album. Was leider nicht sehr oft passierte. 2004 zwar kam schon „The New What Next“, dann aber erst 2012 wieder „Exister“ und jetzt fünf Jahre später endlich „Light It Up“.  Jetzt freue ich mich wieder. So richtig. Über dieses richtig großartige neue Album.

An anderer Stelle schrieb ich schon, was es ist. Das Album des Jahres. Mein Album des Jahres. Denn besser als „Light It Up“ geht es nicht, kann es nicht mehr werden. Ganz objektiv natürlich, ohne Fanbrille …

Chuck Ragan, George Rebelo, Jason Black und Chris Wollard haben hier ein rundes Dutzend neuer Gainsville-Hymnen gemacht, in typischer Hot Water Music-Manier und damit mal wieder beeindruckend intensiv, leidenschaftlich, großartig. Manche mit Tempo und massiv Wucht im Bauch („Light Ip Up“), manche etwas gemäßigter, aber dafür extra-hymnisch („Show Your Face“), andere mit fast schon poppigen, wunderschönen Momenten („Hold Out“), fast schon balladesk („Sympathizer“), sensationell mitreißend („Never Going Back“) oder mit deutlichem Ragan-Solo-Einfluss („High Class Catastrophe“). Überhaupt, Ragan,  2017 klingt er besonders krächzend, da macht man sich gleich Sorgen um seine Stimme. Aber ganz schön geil klingt das schon. Besonders dann, wenn er sich mit Chris Wollard die Vocals teilt, wie zum Beispiel mein grandiosen Old School-Punker „Vultures„.

Doch welchen Song man auch nennt, am Ende ist „Light It Up“ einfach Hot Water Music wie nur Hot Water Music sein können. Was allerdings neu ist, ist die Wahl des Produzenten, denn auf diesen haben die vier Herren verzichtet. Chris Wollard: „Wenn du im Studio einen kleinen Fehler machst, kann das ein Glückstreffer sein. Wenn du mit Produzenten arbeitest, muss man häufig viel ausdiskutieren. Live sind wir ja auch nicht perfekt“. Also war lediglich Tontechniker Ryan Williams dabei, der die Band auch auf Tour begeleitet. Jason: „Das war eine wirklich angenehme Umgebung, so ganz ohne Fremde aufzunehmen. Wir alle haben schon in einer fahrbaren Blechdose zusammen gehaust, wir kennen und vertrauen uns.“ Und ihr? Vertraut uns. Mir. Kauft das Album, liebt das Album, liebt Hot Water Music. So wie ich. (mf)


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