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Album der Woche: Racquet Club

Racquet ClubKeine leichte Wahl. Denn wenn an einem Tag Propagandhi mit einem neuen Album die Ecke kommt, Slime und die Emil Bulls ebenso und es sogar ein „neues“ Michael Jackson-Album gibt, dann sollte man genau hinhören. Haben wir. Und dann: Racquet Club. Gewonnen. Klar.

Racquet Club sind Blair Shehan von Knapsack, Bob Penn von The Jealous Sound und obendrauf Emo-Ikone Sergie Loobkoff von Samiam, Solea, Atlantic/Pacific und Knapsack sowie ein gewisser Ian Smith. Und gemeinsam sind sie ganz schön sehr super. Vor allem, weil sie nicht wie die Summe ihrer Bands klingen. Schade, ja. Irgendwie. Aber auch genau richtig. Dafür sind es drei Bands, die hier immer wieder durchschimmern, an die man denken muss, die so ein bisschen ähnlich klingen. Biffy Clyro, Coldplay (höre: „Blue Sky“) und Bush. Und das: kommt gut.

Sicher, eine musikalische Ähnlichkeit zu The Jealous Sound ist da. Aber Samiam? Knapsack? Ist nicht. Dafür Indie plus Alternative, ein bisschen Punk, ein bisschen progressive Spielereien, poppige Augenblicke. Und das alles eingängig, kreativ, niemals belanglos, niemals zu schwer. Immer gut. Runde zehn Songs haben Racquet Club auf ihr erstes Album gepackt, das via Rise Records (Bouncing Souls, Dave Hause, Hot Water Music) in die Läden kommt. Und auf dem sich Hit auf Hit tummelt.

Das kräftige „Caldwell Park“ eröffnet, „Let Beauty Find You“ bringt mit Biffy Clyro-Verneigungen inklusive stimmlicher Ähnlichkeiten den Fuß zum Tippeln, „Head Full Of Bees“ beginnt wie ein guter Bush-Song, „Blood On The Moon“ mischt das Ganze einmal durch und „I Can’t Make You Believe“ entfacht einfach mal pure Euphorie. Also noch mehr, als es die anderen Songs auch schon tun.

Bitte also mal alle das Album kaufen (natürlich am liebsten bei den euphorischen LP-Nerds von  Finest Vinyl) und alle auf Tourdaten hoffen. Danke. (mf)


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