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Sind Petterson die neuen Jupiter Jones?

Seichter Indie-Pop, der im Ansatz durchaus verdient gehört zu werden. Der größte Teil ist aber leider (noch) eher Zeitverschwendung oder besser gesagt noch nix für die großen Bühnen. Nicht, weil Petterson nix drauf haben, ihr Album „Blick nach vorn“ ist nur sehr langatmig und wenig einprägsam.

Fast jeder Song zieht an einem vorbei, ohne auch nur ein Fünkchen hängen zu bleiben und erinnert an alte Jugendzeiten. Lediglich ihre Single „Berg“, sowie „Reparieren“ sind eingängig und wecken ein wenig Erinnerungen an die Anfangszeiten von Jupiter Jones. Auch da brauchte es Zeit, um den eigenen Weg zu optimieren. Petterson docken sich da an und bewegen sich immerhin abseits des Pop Klischees. Aus erwartungsvollem Indie-Pop wird schnell eine solide Kleinstadt-Band, der die Power und Persönlichkeit fehlt. Vor allem im Gesang büßt ihr Debütalbum einiges ein. Schade eigentlich, denn der Ansatz ist wirklich nicht schlecht und auch die Texte sind nicht übel.

Mit auf ihrem Album ist auch ein Orchester, was schön eingebunden ist. Kann man feiern, kann man aber auch lassen. So richtig passt das nämlich nicht zum Stil der Bremer und lässt ihre eigenen Kompositionen noch schwächer wirken. In dem Punkt hätte Petterson mal lieber das Wesentliche ihrer Musik vertiefen und den Gesang optimieren sollen. Auch wenn das Debüt der Jungs noch zu wünschen übrig lässt, wird es sicherlich noch einiges von ihnen zu hören geben.

Wer auf Kleinstadt Indie-Pop abfährt und Petterson mal live erleben möchte, kann sie am 8. Dezember im KIR sehen. (tki)


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