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Davidstraße?

„Das hier ist kranker Scheiß. Verdreht und eigentlich auch verboten und genau deshalb absolut hörenswert und am Ende super”, sagte Kollege (mf) und man schrob das Jahr 2011. Keine ehrliche Idee konkreter versuchte ich mich selbst daran: „… als hätten die IG-Metall-Freunde Till Lindemann und Sven Regener in einer kalten Höhle zu tüchtig Geigen und Saiten, Indie und “Ich kann Hit” gemeinsame Dinge geraucht“. Bullshit. Doch von alledem bleibt in erster Linie ein Spätsommernachmittag auf dem MS Dockville in bester Erinnerung: Als sich Kellermensch eigentlich ganz erfolgreich gegen jeden der überaus vielen Sonnenstrahlen und in Tateinheit damit gegen alle Anflugschneisen guter Laune wehrten.

Mit „Army Ants“ hallt dazu noch immer ein verkannter Welthit nach, den im „Warum-eigentlich-nicht-Modus“ doch mal Volbeat covern könnten. Jetzt erscheint am 27. Oktober „Goliath“ und nur drei Tage später spielen die muskulösen Dunkeldänen im Molotow (concert-news präsentiert). Auf „Goliath“ sind nicht weniger Fingerspitzen geballt als eh schon, schwankt die Betriebstemperatur zwischen grundgütig kalter Grundstimmung und einer Petitesse als Zündschnur. Vielleicht ist das inzwischen sogar noch mehr Kunstmetall für Marionettenspieler geworden und etwas weniger progressiver Beton. Manches erinnert an eine schon ewig vergessene Band aus dem London der frühen Neunziger: The Name. Und wer beim bumsharten schunkeln zu „Mediocre Man“ oder „All Than I Can Say“ im Sekundentakt gegen Heizungsrohre knallt, hat sowieso alles richtiggemacht. (kel)




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