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3 Fragen an: Johnny Mauser & Captain Gips

Es sind einfach mal zwei richtig großartige Alben, zwei imposante Deutschrap-Statements, zwei Platten, die mal haben muss. „Mausmission“ von Johnny Mauser und „Klar zum Kentern“ von Captain Gips. Beide musikalisch mitreißend, inhaltlich konsequent, aggressiv, politisch, deutlich, intelligent. Am 8. Dezember spielen die beiden Neonschwarz-Rapper gemeinsam im Knust. Siehe hier. Wir haben den  beiden jeweils drei Fragen gestellt.

1) Was passiert live? Wer kommt mit, was müssen wir wissen?

Gips: Ich werde mit Johnny ein gemeinsames Set bringen. Wir wechseln uns ab auf der Bühne und unterstützen uns gegenseitig. Außerdem haben wir fantastische Gäste dabei. Ich freu mich schon drauf. Das wird bestimmt geil.

Mauser: DJ Boogie Dan aus Berlin ist am Start, wir haben dicke Support-Acts und manchmal spielen wir zusammen mit Waving The Guns! Back to the roots, nur in doppelt so geil!

2. Wie reagiert die eine Hälfte von Neonschwarz, wenn die andere Hälfte sagt: „Wir releasen am gleichen Tag unsere Solo-Alben und gehen zusammen auf Tour.“

Mauser: „Trinkt nicht so viel auf Tour, Boys!“

Gips: Wir sind ja neben der Band alle Solokünstlerinnen. Klar kann sowas Konflikte geben, aber dafür reden wir zu offen miteinander. Ich würde so gerne mal ein Soloalbum von Marie Curry hören.

Was ist das Besondere, das Beste an Rap und was stört euch dran?

Mauser: Die Direktheit und die Verbundenheit mit anderen subkulturellen Elementen wie Graffiti und einem ganzen Lifestyle. Das habe ich als Jugendlicher alles aufgesogen. Das Frauenbild und die Homophobie sind nach wie vor absurd doll verbreitet und stören mich. Manchmal muss einem Rap peinlich sein.

Gips: Rap ist einfach ein so riesiges Feld geworden. So viele verschiedene Themen und Stile. Es kann wirklich jede was finden. Ich finde es einfach so geil, dass man eigentlich nur einen Zettel und einen Stift braucht, um anzufangen. Das es immer noch so viele unfassbar erfolgreiche Rapper gibt, die homophobe und sexistische Scheiße rappen, das fucked mich schon ab. Aber da kann Rap ja nichts für.

Interview: Mathias Frank
Das vollständige Interview gibt es bei gaesteliste.de


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