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Album der Woche: Mister Me

„Zeit bleibt Zeit“. Uns bleibt die Zeit im Halse stecken. Was ist das denn bitte für ein Album? Ein unverkennbares Potpourri aus Adrenalin und Intimität. Irgendwas Umtriebiges zwischen Rap und Gesang, zwischen Innehalten und mit richtig Schmackes auf die Pauken hauen. Sensationell!

Mister Me sein Stil aus Melancholie und ausgeprägter Dynamik lässt die Begegnung mit dem Debütalbum „Zeit bleibt Zeit“ zu einer der außergewöhnlichen Art werden. Im gleichnamigen Song blickt er zurück auf seine Kindheit und es wirkt als würde er nicht nur seinen Frieden mit sich selbst machen, sondern auch eine Hommage an den nicht immer bequemen Erfahrungsschatz richten.

Aber schon der erste Song „Ich geb dir Musik“ trumpft so hart mit Blasinstrumenten auf und dann kommt der Singer-Songwriter des Rap und haut einfach so kraftvoll die ersten Töne raus. Warum? Weil Mister Me es einfach kann. Dieser Typ besteht quasi zum Großteil aus Energie und könnte live ein ganzes Schwimmbad mit seinem Schweiß füllen. Hundertprozent? Da geht es bei ihm überhaupt erst los, so auch auf der frisch erschienenen Platte. Eine Marke, die es im Musikbusiness kein zweites Mal zu finden gibt. Und auch der temporeiche Kokon reiht sich dahinter ein und ermutigt aus der ganzen Alltagstrottscheiße mal auszusteigen.

In „Richtung Morgen“ schlägt Mister Me allerdings auch die ruhigeren Töne an, die sich in „Fremd“ mit einem Hauch prägnanter Wut fortsetzen, fast als wäre es der zweite Teil der Geschichte. Ob das allerdings so ist, das ist ohne Gewähr. Wer sich dem aber hingibt kriegt eine Freikarte für einen Tauchgang ins ganz tiefe Gefühl.

Nachdem der umtriebige Herr nun endlich sein erstes Album an den Start gebracht hat, präsentieren wir seine Show am 27. November im Nochtspeicher. (tki)


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