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Kollo(s)saal

„Ich mag nicht mehr. Ich höre auf“, so René Kollo im BUNTE-Interview. Das war 2013 im Oktober. Das war außerdem ganz schön genervt, wie es sich für einen Startenor auf dem Weg zur goldenen Achtzig im Lebenskalender standesgemäß gebührt. Doch im Spätsommer 2016 war das alles Makulatur und der Weltstar aus Berlin faszinierte auf Schloss Homburg in Nümbrecht. Wie erklären wir René Kollo nun aber den bedauernswerten Spätgeborenen (und ggf. auch umgekehrt)? Vielleicht mit Omas und Opas Plattenkiste?

Denn exakt so war es: Auf zehn Platten im Schrank kamen gefühlt mindestens drei auf den früheren Schlagersänger René Kollo. Keine ungefähr jede zweite große Fernsehshowtreppe ohne ihn. Und seit 1965 auch kaum ein etabliertes Opern- oder Operettenhaus, das sich nicht um den Autodidakten René Kollo stritt. Auf den Punkt gebracht: Der Mann war bis weit in die privaten vier Wände hinein omnipräsent. Ohne Internetz und doppelten Boden aber auf UKW, Mittelwelle und Vinyl. Wer sich nun vorsichtig erstmal auf Spotify umtun will, überspringt vielleicht zunächst den tonnenschweren Wagner, begibt sich zum „Trinklied vom Jammer der Erde“ und arbeitet sich über „Ein Happy End“ wieder zurück in die Gegenwart. 2. Februar: René Kolloin der Laeiszhalle. concert-news präsentiert. (kel)


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