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November. Elfter Monat des Jahres und in der Gesamtschau das kleine Arschloch aus der Jahresfamilie. Für die meisten zumindest. Es sei denn, man nennt ein persönliches Faible zuständig für diesen in Wahrheit nämlich tollen Monat. Voilà: Hier kommen Klez.e und die Live-Konserve „November“ (VÖ: 10., genau, November). Wie Tobias Siebert schon vor einiger Zeit den dazugehörigen schmerzenden Spagat hinbekam, das haben wir schon mit dem Album der WocheDesintegration“ gefeiert. Da war es Januar und die Welt um eine Hörerfahrung reicher, weil es Klez.e so vortrefflich gelang, Robert Schmidt und Tobias Siebert zu (k)einer Person werden zu lassen. Herrje, das hätte so handfest schiefgehen können und wurde doch so verdammt gut.

Später im Mai bespielten Klez.e längst nicht nur das Maifeld Derby-Festival. Doch dort taten sie es auf großer Bühne im riesigen Zirkuszelt. Draußen war es 16 Uhr früh und viel zu hell. Im Zelt dagegen: Stockfinster und gefühlt nachts um 3 Uhr. Die Show zirkelte um das meerestiefe Titelstück und sowieso wurden für die Tour mit „Strandlied“ und „Der Garten“ zwei elegische, ältere Über-Zehn-Minüter als Katalogware auf die Bühne gebeten. Kräftiges Magenta und ein ebenso intensiv wirkendes Blau übermalten den Auftritt. Alle danach, bis hin zu Kate Tempest und Moderat am dann wirklich späten Festival-Abend, hatten es damit zumindest ein klitzekleines bisschen schwerer. Klez.e: 14. Dezember im Hafenklang. (kel)




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