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Der Mann der großen Töne

Unscheinbar und introvertiert, das möchte man meinen, wenn man den dänischen Singer-Songwriter das erste Mal erblickt. Lasse Matthiessen ist weit mehr als das. Er ist der Mann der großen Töne.

Die neue EP „When we collided“ besticht irgendwo zwischen Empfindsamkeit, Reduktion und einem Hauch Exzess. Das Geheimnis des Dänen liegt ja gewöhnlich in seiner Bescheidenheit, die er auch auf diesem neuen Werk mit seiner dunklen Stimme wieder in Szene setzt.

„When we collided“ verkörpert sehnsuchtsvoll ein Stück Minimalismus, dem sich „Broken Choir“ exzessiv gegenüberstellt. Die Erinnerungen an große Momente bauen sich regelrecht auf, erreichen ihren Höhepunkt und ebnen zugleich wieder ab. In einem Einklang, der diese zwei Intensitäten nicht inniger einen könnte. Explosionen, wie in „Seven Ravens“, den bisher stärksten Song aus Lasse seiner Feder, bleiben zwar aus, aber „Broken Choir“ reiht sich direkt dahinter ein. Geschuldet seiner Heimat findet sich auch die dänische Nummer „Sorte Søer“ wieder. Abseits der tiefen Töne, erstaunt er mit dieser Modifikation seiner Stimme, die so fein eher selten bei ihm zu hören ist. Kein Wunder, dass er sich sogar zusammen mit Glen Hansard eine Bühne teilt. Diese beiden Künstler begegnen sich definitiv auf Augenhöhe.

Lasse Matthiessen seine Koffer sind gepackt – voll mit Melancholie und neuen Songs. Auf seiner eigenen Tour wird es am 20. November in der Prinzenbar gemütlich. (tki)

 


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