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Chor des Monats: November 2017

Der zurückliegende Monat wurde kurzerhand Showvember getauft, weil er einfach so verdammt viele spannende Shows parat hielt. Es hat in der  Kiste gerappelt, es haben die Wände gewackelt. Unsere Momente im Rückblick:

Filter Happier live @ Knust, Hamburg, 05.11.2017<br /> Copyright Doreen Reichmann, 2017, all rights reserved

*** Wolf Alice, The Magic Gang (1.11., Mojo Club) The Magic Gang könnten Pavement vor zwanzig Jahren Konkurrenz machen, die Jungs geben Ihr bestes in lame-guy-plays-guitar-Style. Sweet. Aber dann Wolf Alice, Leadsängerin in Bestform, Hits und mehr vom neuen Album, keine Wünsche bleiben offen. Der unterirdische Club genau richtig für diesen düster-indie-rockigen Abend. (tk) *** Manchester Orchestra (5.11., Molotow) Durchweg sympathische Jungs, die mit ihrem schwermütigen Indierock einmal mehr das Molotow zum Beben brachten. Wunderbar und mitreißend – auch wenn beim letzten Gig vor knapp zwei Jahren durchaus mehr Bewegung im Publikum vorherrschte. Das neue, etwas verhaltene Album trägt daran sicher Mitschuld. Trotzdem: Immer wieder gerne. (dar) *** Angus & Julia Stone, Isaac Gracie (5.11., Alsterdorfer Sporthalle) Oberrang abgehängt und dadurch vielleicht der Sound sogar ganz ok? Die Lieblingsgeschwister sind zwei Stunden lang bester Stimmung und bei grandiosem Bühnen-Video-Bild wird das neue Album präsentiert, sowie die Hits der letzten Jahre. Wenn Julia dann noch Udo Lindenberg covert…what a night. Beobachtenswert auch der Support Isaac Gracie, vielversprechender Songwriter. (tk)

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Dangers of the Sea live @ Nochtwache, Hamburg, 10.11.2017<br /> Copyright Doreen Reichmann, 2017, all rights reserved

Future Islands (6.11., Docks) Sound erst etwas speziell, aber hey, was sind Future Islands, wenn nicht speziell? Sänger Sam Herring nutzt die Bühne für Akrobatik und singt sich wie gewohnt mit jeder Faser die Seele aus dem Leib. Manche Bands muss man einfach live sehen. (eh) *** Future Islands (6.11., Docks) Sänger verrückt wie immer und wenn einer enge Hosen beim Crazy-Dance anhaben darf, dann er. Sound eher verwaschen, aber egal. Nächstes Mal mit weniger Smartphone im Gesicht wäre schön, aber das lag nicht an der Band. (tk) *** Jaya The Cat (10.11., Gruenspan) Immer. Wieder. Geil. Würde als Zusammenfassung reichen, wenn ich faul wäre. Die Jungs aus Amsterdam waren mit neuer Setlist (weil neues Album), inklusive der alten Klassiker sowie ihrer üblichen guten Laune am Start und haben den Club vom ersten Song an zum Tanzen gebracht. Rock-Reggae-Punk Show vom Feinsten! War. Einfach. Geil. (df) *** The Rasmus (10.11., Markthalle) In Lateinamerika ist diese Band riesengroß, deshalb habe ich meinem Besuch aus Mexiko – riesiger Rasmus-Fan – zugesagt, mitzukommen. Bereits eine halbe Stunde vor Einlass bildete sich eine riesige Menschenschlange vor der Venue. Drinnen dann: Komplett durchchoreografierter, weichgespülter und oberflächlicher Pseudo-Rock für junge und jung gebliebene Groupies. Immerhin, den Fans hat’s gefallen. Meinem Besuch auch. Ich selbst brauche noch etwas Zeit, um mich von diesem Erlebnis zu erholen. (dar) *** Dota Kehr (11.11., Mojo Club) Hippies überall, aber Dota kann so gut und echt und leidenschaftlich singen, seufz. Dazu dieses Mal mit Bläserensemble, ganz hinreißend. (tk)

Queens of the Stone Age live @ Sporthalle, Hamburg, 15.11.2017<br /> Copyright Doreen Reichmann, 2017, all rights reserved

*** Selig (12.11., Große Freiheit 36) Joa, die neuen Sachen sind halt nicht mehr ganz das Wahre. Die echte Größe Seligs erfährt man erst in der Zugabe bei „Sie hat geschrien“ und sogar das ewige Schlussmach-Lied „Ohne dich“ muss man einfach mitsingen, auch zum 1000. Mal. Dennoch: Selig sind und bleiben sehenswert und es wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein. (eh) *** Torres (14.11., Waagenbau) Diese Frau wird einfach weiterhin unterschätzt. Grandiose Musikerin, sympathisch dark and twisty. Warum sind bei den Indieladies eigentlich immer soviele 50+ Männer im Publikum? Vielleicht wissen die einfach was gut ist. (tk) *** Queens of the Stone Age (15.11., Alsterdorfer Sporthalle) Eigentlich bin ich mit keiner Erwartungshaltung hingegangen – und bekam dann das Rock’n’Roll Ereignis des Jahres vorgesetzt. Schwitzen, tanzen und pogen von der ersten bis zur letzten Minute. Selbst Josh Homme ist entzückt. Das eine oder andere Mal entweicht ihm sogar ein Lächeln – nicht weitersagen! Es war ein riesiger Spaß für alle Beteiligten. Und das in der ach-so-gescholtenen Sporthalle. (dar) *** Queens Of The Stone Age (15.11., Alsterdorfer Sporthalle) Josh Homme steht wie eine Eiche leicht schief hinterm Mikro. Trotz kaputtem Knie, welches ihn humpeln lässt, ist er wahnsinnig gut gelaunt. Die Band spielt die Show ihres Lebens. Es ist wahnsinnig gut. Die Erwartungen an den Abend waren meinerseits enorm. Ich war völlig aufgekratzt. Freute ich schon seit Tagen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Die Musik schmeichelte, ging auf die Zwölf, fuhr direkt in die Eingeweide. Es war der helle Wahnsinn. Mit Herzchen in den Augen durch die Nacht heim. Und die Gewissheit: QOTSA immer wieder! Da gibt es kein Zögern. Auch nicht, wenn es heißt: Sporthalle. Puh. Bin jetzt noch ganz fix und alle, wenn ich daran zurückdenke. (cR)

*** Triggerfinger (17.11., Molotow) Wow. Meow. Rock and Roll. at it’s best. Erst hauen uns die Holländer von Birth Of Joy ihren Sixtiessound um die Ohren. Da wird georgelt und geschwitzt. Gefolgt von den Belgiern und DIE liefern. Arschcool! In schickem Zwirn zerrocken sie die Bühne. Triggerfinger haben Bock und sind verdammt gut. Wie immer. Daher muss ich auch immer wieder hingehen, wenn sie in der Stadt sind. Suchtgefahr. (cR) *** Gorillaz (19.11., Alsterdorfer Sporthalle) Ohne jede Erwartung hingegangen, vollkommen euphorisiert wieder raus. Bestes Konzert des Jahres? Albarn und Konsorten hatten jedenfalls sichtlich Spaß und das Publikum sowieso. Wann kommen die Gorillaz gleich wieder auf Tour…?! (eh)

*** The War on Drugs (21.11., Große Freiheit 36) Mensch, sind die groß geworden. Die Große Freiheit auszuverkaufen, ist mal ‘ne Ansage. Als Halb-Fan hatte ich es allerdings schwer: Mehr als nur einmal erwischte ich meine Gedanken dabei, mich vom Konzert wegtragen zu wollen. Der knapp zweistündige Gig wirkte auf mich eher ermüdend als euphorisierend, trotz schöner Lichtshow. Unterm Strich reicht es für ein „okay“. Und wieso nimmt die Band sich so wahnsinnig ernst? (dar) *** Black Rebel Motorcycle Club (25.11., Große Freiheit 36) Eine der coolsten Bands auf Erden spielt ein großartiges Konzert. Sympathisch, laut, große Melodien und top Sound – was will man mehr? Wären da nicht schon die Gorillaz auf dem Podest… BRMC haben definitiv Chancen auf den zweiten Platz im 2017-Ranking. (eh) *** Imperial State Electric ( 26.11., Hafenklang) Sonntagabend am Hafen. Die Vorband Dead Lord bringt die Hütte auf Betriebstemperatur. Die Show ist ausverkauft. Überwiegend Männer drängen sich vor der Bühne. Dann endlich. Der ehemalige Hellacopters Frontmann Nicke Andersson und seine Kumpels rocken bis spät in die Nacht. Alter Schwede. Schnörkelloser Garage Rock. Einfach gut. (cR)


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