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After. Show. Party.

Über Cigarettes After Sex zu fabulieren, kann vom Zündhölzchen aufs Stöckchen gleiten. Oder Lust machen auf mehr, wie es unsere MusikBlog-KollegInnen 2017 fast ein bisschen verschämt beschrieben: „Möglicherweise sogar auf Begriffe aus dem Bandnamen“. Ach, guten Morgen, gut geschlafen? Wer bist du? Ich ruf‘ dich an. Wie die Nervosität vor dem ersten oder gegebenenfalls nächsten Treffen, so auch gerade die wenig ausgeprägte Vorfreude auf ein mögliches nächstes Album. Weil das selbst betitelte Debüt ja eigentlich schon alles hatte, was zwischen Perfektion und frische Bettwäsche passt. Oder hat i r g e n d w e r etwa die „Apocalypse“ schon jemals in gefühlten Kubikkilometerquadrattonnen Watte implodieren erlebt?

Hat jemals ein und dasselbe Lied in zehnfacher Dauerschleife so wenig Mitleid, dafür aber so viel „Ich selbst“ ausgelöst? Weil zwischen „K“ und dem Albumfinale „Young & Dumb“, zwischen Sinnesfreuden, Sinnkrisen und sinisterer Sinnlosigkeit so viel herrlicher Kitsch als Tapetenkleister alles zusammenpatscht. Weil dieser verpoppte Ambientfick unter dem eigentlich eher leidenschaftslosen Gesang von „Frau“ Greg Gonzales trotzdem ja so zart aber fair, daherkommt, dass einer wie Frank Plasberg eigentlich auf der Stelle unter Tränen das SM-Studio verlassen müsste. Cigarettes After Sex: 19. Mai 2018 im Gruenspan. (kel)