Ticket-Hotline: 040-343044 (Theaterkasse Schumacher)

SUCHE  

Holy Golightly

Bisschen The Hives gefällig? Hier kommt „Go Right Ahead“, allerdings ohne neue Konzerttermine. Denn wir leiten lediglich über zu „Don’t Bring Me Down“, oder wie Jeff Lynne es 2001 beim remastern als Vorstandsvorsitzender des Electric Light Orchestra ganz unbescheiden „(…) great big galloping ball of distortion“ einordnete. Galoppierend auf den bis in alle Ewigkeit geloopten Trommeln von „On The Run“ ist dieser Geniestreich bis heute die heimliche Hymne aller Verlierer oder zumindest vierten Plätze neben dem Podium. Und wer hat sich noch nie über das seltsame Wort „Groooss“ am Ende des Refrains gewundert oder über die zugeschlagene Tür nach Minute 4:03 philosophiert?

Nicht ganz umsonst sahen sich derweil alle anderen Vorstandsmitglieder des Electric Light Orchestra schon seit Anbeginn einem latenten Größenwahn ihres Stromerzeugers Lynne ausgesetzt. Wie lautet also der Preis dafür, größer als die Beatles, Bee Gees, Tom Petty, Queen, Barclay James Harvest und die mindestens halbe Disco-Bewegung zusammen seien zu wollen? Ob ELO-Einsteiger sich jetzt das monströse Live-Statement „Wembley Or Bust“ zur Brust nehmen, das zugegeben verdammt cool und weit zurück ins Archiv greift, verbleibt Geschmacksache. Etwas aufwändiger aber absolut lohnenswert sind alternativ alle zehn Angeber-Alben aus 1971 bis 1981 bevor New Wave dem Orchester zwischenzeitlich den Stecker zieht. Electric Light Orchestra als Jeff Lynne’s ELO: 18. September 2018 in der Barclaycard Arena. (kel)