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Die Finger Hund gespielt.

TATAD. Solch eine tolle Abkürzung hat auch nicht jede Band. Nochmal? Bitte: TATAD. Noch nie aufgefallen, aber Neugier und Entdeckung gehören ja zum Leben, wie „We Both Need To Accept That I Have Changed“ ab sofort in deinen Plattenschrank. Torpus & The Art Directors also mit Platte Nummer Drei. Genau, Platte. Denn die überaus potente Liedermacher-Gang-Musik hinter dem wechselwirksamen Titel trägt eine solch dicke Schicht Patina vonner Nordsee wech, dass du dir für gewisse Zeit die Heizung sparen kannst. Denn: Herzerwärmend duften ein Dutzend Lieder nach gut abgehangenem Vinyl und aufgekratzter Grundstimmung.

Die Tom Petty-Gedächtnis-Reminiszenz „4×7“ eröffnet einen Weg nach vorne, der insgeheim zurückblickt in eine lange vergessene Zeit. Mehr elektrische Saiten, weniger Kompromisse, mehr Wind um die Ohren, weniger Komfortzone. Ein bisschen klingt das alles, als ließen sich Sönke Torpus, Jenny Apelmo, Melf Petersen, Ove Thomsen und Felix Roll selbst ein wenig länger an der imaginären Leine als je zuvor. Dazu passt die wunderschöne, vierbeinige Freund-des-Menschen-Metaebene. Denn „We Both Need To Accept That I Have Changed“ sollte sich ursprünglich mal als Konzeptalbum lesen lassen. „Ich finde halt, dass Hunde die besseren Menschen sind,“ lässt sich Sönke Torpus zitieren. Eine abendfüllende Fragestellung bei eingeschaltetem Kaminmodus. Alternativ sonst einfach mal die Jahreszeit nutzen. Kein anderes Album kann dieser Tage das Vakuum „zwischen den Jahren“ besser ausfüllen. Retro-Challenge accepted. Torpus & The Art Directors: 23. Februar im Knust. Wir freuten uns schon hier. (kel)