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Album der Woche: Kat Frankie

Wow, was für eine aufregende Platte! Selten tauchte ein Album in so turbulente Arrangements ab, wie „Bad Behaviour. Ihre Musik sorgt seit jeher für Überraschungen, hier übertrifft Kat Frankie  sich aber selbst: Pop, Soul, Folk, Jazz und on top driftet sie in düstere Gefilde ab – ohne auch nur irgendwelche Grenzen einzuhalten. Tschüss Singer-Songwriter Image.

Genau dieser Mix, der in seinem Spektrum nie verworren wirkt, zeigt Kat Frankie intimer und aufgeschlossener denn je. Extrovertiert, vertrackt und rätselhaft. Mit „Bad Behaviour“ startet die Platte vorerst mit feinstem Soul. In „Headed For The Reaper“ trifft der anstößige Sound auf kraftvolle Bläser und während dieses ungewohnte Arrangement noch Fragen aufwirft, haut „Back To Life“ direkt die nächste Finesse raus. Hier sucht man die klare und beeindruckende Stimme der Australierin vergebens. Stattdessen ist ihre Tonhöhe derart moduliert, dass ihr Gesang einer Dragqueen gleicht.

“Ich wollte nicht mehr melancholisch sein, nicht im Geringsten: Diese neue Platte ist für mich eine Platte der Freude, ich wollte ein bisschen obnoxious sein …“

Obnoxious zu klingen ist ihr absolut gelungen. Altbekanntes, wie auf „Pocketknife“ oder „Please Don´t Give Me What I Want“ spiegeln sich nur minimal am Rande wieder. Dem Großteil auf „Bad Behaviour„merkt man eine enorme Entwicklung und ein Höchstmaß an Kreativität sowie der autonomen Ader von Kat Frankie an. Eine Perle unter den Künstlerinnen und mit bester Empfehlung unser Album der Woche!

Streicht alle Termine im Kalender für den 22. März und tragt euch fett den Mojo Club ein! Diese Platte will gehört (und bei den guten Menschen von Finest Vinyl gekauft) werden.(tki)