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3 + 2 Fragen an Randale

Randale machen Rockmusik für Kinder. So stehts geschrieben und mehr auf den Punkt kann man es nicht bringen. Das Konzept ist, Songs zu schreiben, die zwar kindgerecht sind, bei denen Erwachsene aber nicht schreiend weglaufen müssen. Die Texte sind auf angenehme Weise pfiffig und die Musik im Prinzip das, was wir coolen Eltern (*Pommesgabel*) auch gerne hören. Nur auf Kinderhärte runtergepegelt. Dass Dio, Ramones, Iggy Pop, Madness und andere Klassiker aus Papas Vinylregal für den Sound Pate stehen, ist nicht zu überhören. Alles bewegt sich musikalisch im Dunstkreis von Rock, Ska, Punk, Metal und sogar Reggae, textlich im Orbit um Familienalltags-Themen, von denen Kinder und Eltern ein Lied singen können.

Wie zum Beispiel beim Läusesong vom Album “Punkpanda Peter

Ja, liebe Kinderlieder-geplagten Eltern, ihr habt richtig gehört. Es gibt Hoffnung. Und das schon seit 14 Jahren. 2004 gründeten Jochen (Gesang), Garrelt (Schlagzueg), Christian (Bass) und Marc (Gitarre) Randale und haben seitdem 10 Albem aufgenommen und unzählige Konzerte und Festival-Show gespielt.

Am 18. März mischen sie in Hamburg die Fabrik auf, präsentiert von concert-news.de

Zu diesem Anlass wollten wir ein wenig mehr über die vier Jungs aus Bielefeld erfahren und haben Jochen, dem Sänger, Texteschreiber und Manager der Band unsere berühmten “3 Fragen an” gestellt. Nur dass es diesmal fünf sind.

Wie geht die Gründungsgeschichte von Randale, also wie habt ihr zusammengefunden und woher kam die Idee, speziell Kinderrock zu machen?

Wir kennen uns alle wirklich schon seit fast 30 Jahren und haben immer viel Musik gemacht. Die Idee zu Randale enstand 2004, als meine Tochter 3 Jahre alt war und ich von der mir damals bekannten Kindermusik einfach nur genervt war. Die Frage war, kann man Kindemusik machen, die eher wie eine Mischung aus Ärzte, Hosen, Ramones und Iggy Pop klingt? Wir fanden schnell heraus: man kann. Man muß sogar! Denn der Bedarf an guter und “anderer” Kindermusik ist riesig.

Kriegt ihr manchmal Gegenwind von Eltern oder Pädagogen, die nicht verstehen können, warum Ihr die Kinder mit Rockmusik “verderben” wollt?

Nein. Es gab schon mal den einen oder anderen schrägen Blick, und die Lautstärke ist manchmal Diskussionsgrund. Aber die meisten schnallen schon, was wir da machen. Lediglich das Kinderfernsehen ist für uns nicht zu knacken. Denen ist das wirklich zu punkig, die haben fast ein bißchen Angst vor uns.

Haben alle Bandmitglieder selber Kinder?

Fast alle, aber unser Gitarrist Marc ist immerhin der Patenonkel meiner Tochter. Aber – und das ist ja noch wichtiger – wir MÖGEN alle selber Kinder!

Die Zusatzfragen kommen von den Schwestern Paula und Hanna aus Karlsruhe, beide Fans und überzeugte Möhrchenhemd-Kuttenträger:

Hannah, 4 J.: “Wie alt seid ihr?”

Uralt. Garrelt ist 49, Jochen 48, Marc ist 45 und Christian auch 45.

Paula, 8 J.: “Wie kommt ihr auf eure Lieder, z. B. auf ‘Kinderzimmer-Punk’?”

Da kommen ganz viele Anregungen von Kindern oder Eltern. “Schreib doch mal” und “Sing doch mal” sind so gängige Aufforderungen uns eines bestimmten Themas anzunehmen. Ich gehe mit offenen Augen und Ohren durch die Welt und singe alle Idden sofort auf das Diktiergerät in meinem Handy. Und dann werden da oft Songs draus. Manchmal aber auch nicht.

Vielen Dank für deine Zeit, Jochen. Wir sehen euch am 18. März in der Fabrik! (df)