Ticket-Hotline: 040-343044 (Theaterkasse Schumacher)

SUCHE  

Album der Woche: Josh T. Pearson

Nennt es Säulen oder Dogma. „The Straight Hits!“ hört nämlich auf diese Vorgaben: „1) All songs must have a verse, a chorus and a bridge. 2) The lyrics must run 16 lines or less. 3) They must have the word ‘straight’ in the title. 4) That title must be four words or less. 5) They must submit to song above all else.“ – Alles verstanden? Dann los. Ein kurzer Blick zurück in die vergangenen zwanzig Jahre entdeckt, dass Josh T. Pearson schon länger den Cowboy gibt, mit „Last Of The Country Gentlemen“ (2011) und „The Texas-Jerusalem Crossroads“ (2001, mit seiner damaligen Band Lift To Experience) jedoch erst ganze anderthalb Platten veröffentlichte. Auf den Punk(t) gebracht dreht sich in Pearsons künstlerischem Kosmos vieles um eine ins positive gekehrte Antihaltung, um Landmusik. Dagegen so gar nicht um den Country des kleinen, konservativen Schusswaffenbesitzers aber vielleicht ein bisschen um den freien Geist eines Hank Williams. Mitunter streift sich Pearson auch mal ein Fleet Foxes-Karohemd über.

An anderen Stellen klingt es auf „The Straight Hits!“ sogar ganz fern nach dem Slackerism der studentischen Neunziger. Oder es kracht mal richtig heftig wie in „Love Straight To Hell“, dass so viel Staub aufwirbelt, der ausreicht um sich sogleich wie brennende Asche unter der glühenden Sonne über dem schmerzenden „Dire Straights Of Love“ zu verteilen. Für Mark Knopfler-Freunde behält der Titel natürlich doppelten Genuss, wo eh schon alles zerstört am Boden liegt. Und das Dogma von vorhin? Pearson selbst gibt ja zu „… das musikalische Regeln gemacht sind, um gebrochen zu werden“. Warum auch sollte es ihnen besser ergehen, als den vielen absurd traurigen Herzen auf dem noch viel absurderen und eigentlich gar nicht straighten Planeten Erde. „Whiskey Straight Love“? Bitte. 29. Mai|Knust. (kel)




Einen Kommentar schreiben