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About: About Songs Festival.

Am 20. Mai wird es wieder: schön. Richtig schön. Im Knust. Beim About Songs Festival (siehe hier). Mit BlaudzunBarbarismsME + MARIE und John Van Deusen. Wieso gerade die? Und wie das überhaupt so funktioniert? Haben wur Jörg Tresp von Devil Duck Records (Shred Kelly, The Dead South, Talking To Turtles) gefragt, die das Festival veranstalten.

Muss eine Band, ein Künstler mehr machen/haben/können, als euch einfach zu gefallen, um auf dem about songs Festival spielen zu dürfen?
Nicht wirklich, denn wie der Titel „about songs“ schon suggeriert, geht es uns primär um die Songs, wobei eine gute Live-Performance sicher nicht schadet.

Gibt es Festival-Vorbilder, von denen ihr euch inspirieren lasst? Und was macht ihr bewusst anders als andere “ähnliche” Festivals?
Es gibt sicher Festivals, die wir mögen, z.B. Haldern Pop, Rolling Stone Weekender oder das Orange Blossom, aber mit denen können und wollen wir uns nicht vergleichen, da wir doch noch wesentlich kleiner und „nischiger“ sind. Gerade durch den Faktor, dass wir viel kleiner sind, müssen wir aber auch weniger Kompromisse eingehen und bei uns steht das Entdecken im Vordergrund, d.h. wir suchen primär unbekannte Bands und Künstler, die uns begeistern und die wir einem Publikum näher bringen möchten.

Wann beginnt die Planung für ein Event wie das about songs Festival, was sind die größte Herausforderungen und was macht am meisten Spaß?
Natürlich resümieren wir das jeweilige Festival relativ schnell und sammeln auch schon Ideen, aber da eigentliche Booking beginnt ca. 5-6 Monate vorher. Die größte Herausforderung ist, die richtigen Acts zu finden, denn viele sind schon etwas zu groß & teuer, die meisten einfach viel zu klein, um überhaupt Tickets zu verkaufen, d.h. wir brauchen Acts, die irgendwo dazwischen sind, die uns super gefallen und die dann auch noch in dem Zeitraum hier auf Tour sind, da wir ja primär Künstler aus USA, Kanada und Skandinavien haben. Am meisten Spaß macht es mir, die Bands dann live auf unserem Festival zu sehen und ein gewisse Dynamik zu entwickeln.

Gemeinhin sagt man ja: “Die Album-Verkäufe gehen in den Keller, also touren die Bands noch mehr, um Geld zu verdienen”. Macht euch das leichter, Bands für ein Festival zu gewinnen oder ist gar schwieriger, weil die Bands schlicht weniger Zeit haben?
Zum einen gehen die Albumverkäufe in Deutschland ja eher noch relativ langsam zurück im Gegensatz zu anderen Ländern. Zum anderen hat das aber nicht wirklich Einfluss auf unser Festival-Booking, denn wir haben eh nur Acts, die eher „zeitlos“ sind und somit Album verkaufen werden. Uns geht es halt weniger um „Event“-Bands.

Was muss passieren, dass ihr nach dem Festival sagt: “Ja, war gut, wir sind zufrieden“?
Na ja, zum einen spielen verkaufte Tickets eine Rolle, damit wir ggfs. auch ein kleines Plus machen. Am wichtigsten ist mir aber das persönliche Wohlbefinden, wie es gelaufen ist, da wir ja unsere größten Kritiker sind, sowie das Feedback der Zuschaue/Zuhörer, die ja dann doch oftmals wegen eines Acts kommen, aber dann sehr positiv reagieren, dass sie auch die anderen Künstler prima fanden.

Interview: Mathias Frank




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