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Album der Woche: DJ Koze

Was der Mann macht, das macht der Mann gut. Sehr gut, noch besser, häufig überragend. Ob mit Fischmob oder International Pony oder Adolf Noise – oder natürlich als DJ Koze. Wie jetzt, wie hier, oh wie ist das schön.

Fünf Jahre nach „Amygdala“ gibt es ein neues DJ Koze-Album. Und dieses „Knock Knock“ ist tatsächlich mehr als nur DJ Koze, aber trotzdem immer DJ Koze. Denn der Sound, die Songs, die Beats, der Stil, der Charme, der Style – das alles ist DJ Koze und das in Höchstform. Elektro geht nicht geiler, das hier ist chilliger Dance in all seinen Facetten ohne nur einen Moment Chillout del Mar zu sein, das ist Dub, Techno, Hip Hop, Funk und Soul, das ist spannend, wirr, schön, straight und schlicht beeindruckend. Das ist manchmal arg poppig, aber trotzdem arg gut. Dann wieder verkopft, schräg, verspielt. Und wieder … arg gut. Punkrock, was lieb ich dir. Aber DJ Koze geht trotzdem immer.

Und auf diesem Album nicht nur der. Denn nicht nur, dass er auf „Pick Up“ zum Beispiel Gladys Knight und auf „Bonfire“ Bon Iver samplet, er hat sich auch viele, viele, viele Gäste auf das Album geholt. Zu viel? Nein, Unsinn, gar nicht, das muss so, das ist gut so. José González zum Beispiel macht, Sophia Kennedy und Róisín Murphy gleich jeweils zweimal, Lambchop-Frontmann Kurt Wagner und – als persönliches Highlight – Speech von Arrested Development. „Colors Of Autumn“ heißt ihr Song, „Colours Of Koze“ könnte dieses Album heißen. Wahnsinnsteil. (mf)

PS: Das Album gibt es natürlich bei wahnsinnvinyl.de.