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Es geht um Meer

Jan und Kina haben eine Idee. In der Kulisse von lodernder Lagerfeuer-Glut, FreundInnen und einer ganzen Batterie Babyphones. Es ist Wendland, es ist KW6, es ist einer dieser undogmatischen und lebendigen Abende, die für immer bleiben. Etwas bewegen, sich nicht mit jedem neuen ertrunkenen Menschen im Mittelmeer abfinden wollen und doch eigentlich viel zu weit weg, um wirklich Löcher in Zäune flexen zu können. Eigentlich.

Manchmal löscht gefühlte Hilflosigkeit jedes Feuer. Heute Abend nicht. Vielleicht waren hier ein bisschen Bio-Rotwein, dort ein wenig regionaler Voelkel-Saft mit Schuss im Spiel, als der Satz endlich ausgesprochen wurde: „Lasst uns doch Kettcar einladen“. #Feuer, #Solidarität und #Kohle wirken nach bis zum Frühstück und weit darüber hinaus. Dann passiert das Unglaubliche:


Statt Eintritt wird es ein “analoges Crowdfunding” geben. Jan, Kina und ihre zig MitstreiterInnen werden am 19. Mai beim Sea-Watch Soli-Konzert in Klein Witzeetze möglichst viele Spendengelder sammeln, um den Sea-Watch-Einsatz auf dem Mittelmeer einen Monat lang zu finanzieren. Vom Engagement der Seenotretter überzeugt, verzichten Kettcar auf ihre Gage.

Anfang April ist das zivile Seenotrettungsschiff „Sea-Watch 3“ zu seiner aktuellen Mission gestartet. Seitdem sind mehrere hundert Flüchtende von völlig überfüllten Booten gerettet worden. Es geht um Meer und dringende Löcher in einem viel zu langen Zaun. (kel)




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