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Album der Woche: Silberbart

Silberbart CoverHeute, am 11. Mai, vor zwei Jahren starb Peter Behrens. Trio sind bekanntlich schon viel länger Geschichte und Behrens‘ allererste Krautrock-Kombo Silberbart sowieso erst recht. Und wir gerade so? Fanden keinen, auch nur annähernd ausreichend verdienten aktuellen Album der Woche-Kandidaten für diesen Tag. Doch Not macht neugierig. Also einfach mal via Peter Behrens-Suchmaschinengenerator „4 Times Sound Razing“ gefunden, aufgelegt und … gestaunt. Erschienen übrigens 1971 bei Phillips, die so herrlich rumeierten in ihrer überlieferten Presseinfo: „Die Atonalität, die auf die Beziehung zu einem Grundton verzichtet und sowohl in der Akkordbildung als auch in der Melodieführung alle harmonischen Bindungen hinter sich läßt, gibt den Musikern viel Freiheit. Wichtig: Silberbart macht keine Atonale Musik, sondern verarbeitet atonale Möglichkeiten.

Bescheidwisser hangeln sich jetzt einige Promille aufwärts den letzten Satz entlang. Oder erfreuen sich an den Vorwehen von Silberbart, die viel mit James Last, einer Schlagerkarriere, Deep Purple, Led Zeppelin, Jimi Hendrix und dem Jazzschlagzeuger Peter Behrens zu tun haben. Und wer sich „4 Times Sound Razing“ heute aufmerksam anhört (oder vermutlich erfolglos versucht, es im ansonsten allerbestens sortierten finestvinyl.de-Archiv zu finden), wird sich vielleicht eines fragen: Wie, warum und weshalb gelang Peter Behrens der Sprung als progressiver Silberbart mit Support-Slots für Frumpy und Kraftwerk zum legendären Remmler-Trio und in die Hitparade. Könnte die Antwort uns verunsichern? Irgendwie hoffen wir es ja ein bisschen. (kel)