Ja, ich gebe es zu. Mich hat diese Nachricht vom Tod Michael Jacksons vergangene Nacht per Sms im Halbschlaf erreicht, berührt und erschrocken. Ein Mensch, weiter entfernt von meinem Leben als ein Spaziergang auf dem Mond. Und doch nimmt sie einen spürbaren Platz ein zwischen Meldungen über Kriegstodesopfer, Unfälle, Brot, Böller, Schweinegrippen oder Naturkatastrophen. Schräge Welt? Vielleicht! Warum?

Wir werden am Rande dieses Blogs immer wieder gefragt, was uns hier eigentlich täglich antreibt. Unser Konsens ist diese verdammte “Liebe zur Musik”, um mal Tomte zu bemühen. Oder auch Kettcars “Musik sollte immer ein schönes Hobby bleiben”. Als Kind konnte ich der Nachricht von Elvis Presleys Ableben keinerlei Bedeutung abgewinnen. Was ich erinnere, sind traurige Blicke im Familienkreis an einem Sommerferientag. Verstehen oder nachfühlen kam erst viel später. An ähnlichen Tagen wie diesem heute gerade. Bis ich es irgendwann kapiert hatte, worum es wirklich geht. Um die Erinnerung an besondere Augenblicke und ihren einzigartigen Klang. Momente, die wir (auch hier) oft selbst erleben oder sogar manchmal “einfangen”. Im TV sind Menschen zu sehen, die sich vor einer kalifornischen Klinik und dem Apollo Theatre versammeln. Hier zuhause läuft mal wieder Musik. Dann kommt die Nachricht, Sky Saxon (The Seeds) sei am selben Tag wie Michael Jackson gestorben. Und irgendwas ist wieder ein wenig anders.

(kel, 26. Juni, 2.30h)

Do You Remember When We Fell In Love / We Were Young And Innocent Then / Do You Remember How It All Began / It Just Seemed Like Heaven So Why Did It End?
(Michael Jackson, “Remember the Time”, 1991)

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2 Kommentare

  1. Mikkel Jäkkel on

    Da hat jemand nicht gewollt, dass es zu dieser überflüssigen Tour kommt. Vielleicht er selbst. Es ist traurig, ja. Behalten wir Michael Jackson in guter 80er-Erinnerung. Als King Of Pop. Der er für immer bleiben wird. Trotz all dem Scheiss, den er gebaut hat. Aber war er wirklich er selbst oder nur ferngesteuert? Bad.

  2. Die ARD macht es just in diesem Moment an sich genau richtig und lässt das 1992er Konzert Taten sprechen. “Die Bühnenshow setzt bis heute gültige Maßstäbe für Popkonzerte.” Nichts hinzuzufügen.

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