Den kanadischen Wahl-Berliner Mocky als musikalischen Dreh- und Angelpunkt zu bezeichnen ist, angesichts dessen bis dato zu verzeichnender Umtriebigkeit (Feist, Jamie Lidell, Peaches, Gonzales, Puppetmastaz), keine Überteibung. Auch nicht nach eingehender Betrachtung des “Saskamodie”-Covers, das an komplexe, abendfüllende B(r)ettspiele erinnert. Was den geneigten Interessenten wiederum zur mannigfaltigen Instrumentierung führt, die inmitten von Blockflöten, Glocken, Orgel, Pfeifen und Streichern kaum Wünsche offen lässt. Am Ende des Kreises klingt das dann (fast widersprüchlich frisch) nach leicht belegter 70er-Jahre-Flokati-Porno-Romantik, vertonter Ikebana-Kunst und anderen leicht angestaubten Einflüssen vergangener Jahrzehnte. Ob den Künstler ausgerechnet der muffige Rechtsstreit mit einer österreichischen Supermarkt-Kette (die einen seiner Titel ohne Erlaubnis verwendete) zu diesen instrumentalen Jazz-Schweinereien inspiriert hat, sei mal dahingestellt. War sonst noch was? 25. August auf Kampnagel! (kel)

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