“Hör endlich auf dir dein Gesicht zu schminken und lass’ uns bis zum frühen Morgen Wodka trinken!” – Wer danach sucht, wird in der langen Konzert-Geschichte derer zu Keimzeit sicherlich die eine oder andere tatkräftige Entspechung zu diesem Zitat finden. Wie wohl kaum eine andere Band in diesen blühenden Landschaften aber hat es der Kreis um den Charismaten Nobert Leisegang nebst exzessiven Marathonauftritten geschafft, sein treues Gefolge mittels Fortschritt zu entzweien. Ostalgie-Chanson-Blues und modernes Studioequipment schienen getrennt voneinander wie durch einen elektrischen Hochsicherheitszaun. Und gerade davon hatte man doch nun wirklich genug. In Hamburg übrigens taten es die Potsdamer Befindlichkeits-Poeten seit jeher ihren Plattenregal-Nachbarn aus dem Grand Hotel van Cleef gleich und bespielten bereits so ziemlich jeden Club dieser Stadt. Über das Cover ihres aktuellen Albums “Stabile Währung Liebe” möchte man heute streiten, über den Inhalt morgen diskutieren. Die Intensität ihrer Auftritte jedoch entbehrt nun wirklich aller Zweifel. Am 7. Oktober in der Markthalle. (kel)

Foto: Grünspan (2005) / Michael Kellenbenz / musikfotografen

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